Zukunftswerkstatt und kommunalpolitisches Wirtschaftsforum

So will  Diemelstadt  um neue Fachkräfte für Unternehmen werben 

Nachwuchswerbung an der Schöpfbütte: Neben Auszubildenden sind „fertige“ Fachkräfte bei den Diemelstädter Unternehmen gefragt. Unser Bild entstand beim Ausbildungstag der Papierfabrik Smurfit Kappa C.D. Haupt in Wrexen. Rechts Personalleiterin Kerstin Heinemann. Foto: Armin Haß

Diemelstadt. Um neue Arbeitskräfte werben will die Stadt Diemelstadt zusammen mit den Unternehmen. Am 21. März wird dieses Thema bei einem kommunalpolitischen Wirtschaftsforum der IHK im Blickpunkt stehen, wie Bürgermeister Elmar Schröder erklärt.

Die Stadt könne diese Suche durch Standortmarketing unterstützen. Unter dem englischsprachigen Begriff des Employer Branding könnten Firmen um Fachkräfte werben, indem sie im Paket örtliche Angebote wie Wohnen, Schulstandorte und Kinderbetreuung benennen würden.

Wie entwickelt sich die Bevölkerung?

Gegenwärtig pendeln mehr Menschen nach Diemelstadt ein als aus der Großgemeinde zu anderen Orten. Die Arbeitsplätze unter anderem in den Papier- und Pappenfabriken sind für Kräfte aus der Region attraktiv. Doch die Entwicklung zu mehr älteren Menschen und noch weniger Einwohnern zwingt nach den Worten von Bürgermeister Elmar Schröder dazu, die Werbung um neue Fachkräfte forcieren. 

Auch um Arbeitnehmer aus dem Ausland, etwa aus Spanien oder Portugal, wo viele junge Menschen nach Arbeit suchen, müsse um Arbeitskräfte geworben werden.

 Woher kommen die Fachkräfte?

Zwar ist die Beschäftigung von Arbeitskräften aus dem EU-Ausland aufgrund gesetzlicher Regelungen einfacher geworden, doch schätzt Schröder, dass die Bundesrepublik an einem Fachkräftezuwanderungsgesetz nicht vorbeikommen werde. Mit Flüchtlingen allein seien die Jobs nicht zu besetzen.

Das vom Land Hessen mit 42 000 Euro geförderte Projekt Zukunftswerkstadt 2.0 wird abgeschlossen, ein Bericht dazu wird in Kürze abgeschlossen.

Demografie-Workshops fortsetzen

Die seit 2015 laufenden Workshops zum Thema Demografie mit dem Fachmann Dr. Winfried Kösters sind auf große Resonanz bei den Bürgern gestoßen und sollen fortgesetzt werden.

Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung und einer sich verringernden Einwohnerzahl geht es neben den Arbeitsplätzen um den Erhalt und die Entwicklung der kommunalen Infrastruktur, um als Stadt attraktiv zu bleiben..

Neu bauen im Ortskern

Viele Aspekte gehören dazu: So soll der baulichen Entwicklung in den Orten Vorrang gelten vor einer Bebauung außerhalb. Dazu wurden städtische Grundstücke erfasst, die Übersicht soll demnächst den Ortsbeiräten vorgestellt werden. Aktuell sind in Dehausen drei Grundstück am Rand des des Ortskerns für die Wohnbebauung verkauft worden. (ah)  

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