Erfolgreiche Premiere des Films "Jäger und Gejagter"

Spannende Dokumentation über den Wilddieb Klostermann 

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Erfolgreiche Premiere im Kino Warburg: Regisseur Peter Schanz (3. von rechts) sowie seine Ehefrau und Mitproduzentin Anke (3. von links) freuen sich über den gelungenen Jino start des Films über den legendären Hermann Klostermann. Von links: Lohoff-Darsteller Michael Vockel-Böhner, Judith Schlinker (Cine-Plex-Kino), Willi Horstmann (Darsteller des Oberförsters Joseph Freiherr von Wrede) und der Urenkel des vom Klostermann angeschossenen Oberförsters, Konstantin Freiherr von Wrede.

Diemelstadt/Warburg. Eine spannende filmische Dokumentation über den „Wildschütz“ Hermann Klostermann erlebten über 380 Besucher aus NRW und dem Waldecker Land bei der Film-Premiere am Mittwoch in zwei Sälen  im Warburger Cine-Plex-Kino.

Wegen des großen Interesses sind bisher bis zum kommenden Mittwoch, 18. April, weitere Vorstellungen geplant. Regisseur Peter Schanz und seine Frau Anke als Co-Produzentin dokumentieren in ihrem ersten komplett selbst finanzierten Film die Geschichte des Wilddiebs Klostermann, der von Brandenburg ins Westfälische kam und zwischen 1855 und 1885 sein Unwesen auch  im Waldecker Land trieb. 

Stoff für Legenden

Die Story über den Klostermann lieferte Stoff für zahlreiche Kriminalromane und Abhandlungen in forstlichen Nachschlagegewerken. Doch die Legenden um den als Robin Hood der Egge verklärten und als Staatsfeind Preußens bezeichneten Wilddieb verhüllen nach wie vor die Geschichte des Wilderers. Regisseur Peter Schanz stellt erstmals in einem dokumentarischen Film Fiktion und Fakten dar und räumt dabei mit bisherigen, falschen Darstellungen auf. 

So kommt Licht ins Dunkel

Das ist ihm mithilfe von Forschern und eigenem Aktenstudium gelungen. Zudem beleben die mit über 40 Darstellern gedrehten Szenen, die Naturaufnahmen aus den Wäldern und die nebenbei entstandenen Portraits der Städtchen und Dörfer, der ehemaligen Klöster und Gehöfte der Region den Film. Bei allem Bemühen um eine möglichst gründliche und verlässliche Aufarbeitung der Biographie Klostermanns, spielt Schanz auch mit den Legenden und Gerüchten, für die es natürlich keine Belege gibt. 

Das Publikum in den beiden Kinosälen dankte mit großem Applaus, die Reaktionen in den folgenden Gesprächen mit dem Regisseur waren durchweg positiv. Und das Ehepaar Schanz freut sich über die gute Resonanz. 

Solche Legenden ranken sich um Klostermann

Auch der Neudorfer Landwirt und Müller Hermann Böhne ist ganz angetan von der Dokumentation. Er war für den Film zu der Geschichte über die Flucht des Klostermann ins Backhaus und den Kamin des Hauses seiner, Böhnes, Großmutter befragt worden. Ob wahr oder Legende, das ist nicht zu belegen.

Der Film „Jäger und Gejagter“ soll auch als DVD erscheinen. Weitere Aufführungen im Warburger Cine-Plex: Donnerstag, 12. April, um 19.30 Uhr, Freitag, 13. April, um 18 Uhr, Samstag, 14. April, um 19 Uhr, Sonntag 15. April, um 11, 17 und 17.05 Uhr, am Montag, 16. April, um 17 Uhr, Dienstag, 17. April, um 19.30 Uhr und am Mittwoch, 18. April, um 17 Uhr.

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