Haushaltsplan für 2020 eingebracht

So steht's um die Finanzen von Diemelstadt 

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Der Haushaltsplan 2020 für Diemelstadt wird stark geprägt von der Sanierung der Landstraße Rhoden.

Als finanzstarke Kommune wird sich die Stadt Diemelstadt im kommenden Jahr mit einem kleineren Überschuss im Haushaltsplan begnügen müssen.

Für 2019 wurde das Plus mit 233 000 Euro beziffert, für 2020 beläuft sich der Überschuss auf voraussichtlich 13 100 Euro. Die Stadt erziele im neunten Jahr hintereinander einen Überschuss und benötige kein Konsolidierungskonzept, machte Stadtkämmerer Jörg Kämmerer deutlich.

Ohne Kredite geht es nicht

367 000 Euro an Zinszahlungen können erwirtschaft werden, die Tilgungen betragen 700 000 Euro . Zur Finanzierung der Aufgaben wird ein Kredit von 3,1 Millionen aufgenommen, die Schulden steigen auf 13,8 Millionen Euro. Die Überschussrücklage wächst auf 6,8 Millionen Euro an. Sie ermöglicht bei Bedarf einen Ausgleich des Haushaltes.

Die Finanzkraft resultiert zu einem gewichtigen Teil aus einer höher angesetzten Gewerbesteuer, die Stadt profitiert nach den Worten des Bürgermeisters von einer guten Mischung an Betrieben. Die Einnahmen aus Einkommen- und Lohnsteuer werden dagegen aufgrund eines erwarteten Konjunkturrückgangs geringer angesetzt. 

Größte Ausgaben

Steuer- und Gebührensätze werden nicht erhöht. Die Stadt muss aufgrund der Finanzkraft mit weniger Schlüsselzuweisungen auskommen und höhere Umlagen zahlen. Kritisiert wird, dass das Land im Rahmen des Programms „Starke Heimat“ der Stadt 179 000 Euro aus der Gewerbesteuer vorenthalte, über deren Verteilung des Land entscheide, so Romberger.

 Die Stadt wird einen Großteil der Investitionen  von 3,9 Millionen Euro in den Straßenbau stecken (1,4 Millionen Euro). Das größte Projekt bleibt der Rückbau der Landstraße im Rahmen der Stadtsanierung im Denkmalschutz. Dafür sowie für die Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen kann auf Anliegerbeiträge verzichtet werden. Gefördert wird das Projekt unter anderem auch durch 864 000 Euro aus der Hessenkasse. Diese Ausgabe komme letztlich allen Gebührenzahlern in der Gemeinde zugute, stellte Bürgermeister Schröder fest.

Investitionen in Ortsteilen

Die Investitionen fließen auch in den Ortsteilen, und zwar in die Bereiche Abwasserbeseitigung (598 000 Euro), Planung und Entwicklung (420 000 Euro), Wasserversorgung (305 000 Euro), Grunderwerb (291 000 Euro), Naturschutz und Feldwege (258 000 (Euro), Brandschutz (162 000 Euro), Leader-Projekte und Tourismus (158 000 Euro), Gemeinschaftshäuser (117 000 Euro), Kindergärten und -spielplätze (70 600 Euro), Verwaltung (54 500 Euro).

 Darunter fallen ein Multifunktionsplatz an der Stadthalle, die Sanierung des Sportplatz und des Steinbergbades Wrexen, ein neuer Boden in der Lindenhalle Wethen, die Sanierung des Hauses des Gastes in Wrexen, Stühle und Tische im DGH Ammenhausen.

Ausgaben für Kinderbetreuung

Investiert wird auf der Basis der Dorfmoderation und der Ortsvorsteherkonferenz in das Rad- und Gehwegekonzept, die Bereiche Jugendarbeit und Jugendräume. Dabei unterstützt die Stadt mit 9000 Euro die kirchliche Jugendarbeit und zusätzlich den Mädchenbus Nordhessen.

Die Investitionen in die Kindergärten und der Zuschussbedarf von im Jahr knapp eine Million Euro seien gut angelegtes Geld. Die familienfreundliche Politik habe zu einer stabilen Zahl von 5200 Einwohnern beigetragen.

Mehr Arbeitsplätze

Erfreulich ist der Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse von 1750 im Jahr 2014 auf 2085 aktuell. Neben der Attraktivität der Bauplätze in Wethen führt Schröder den Kauf leerstehender Häuser in Neudorf als Indikatoren für die Entwicklung an.

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