Landwirte werben um Verständnis

Strauchschnitt muss sein

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Die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Stephanie Wetekam, lud zu einer Exkursion durch die Feldgemarkung im Roten Land ein, um die Baum- und Strauchpflegemaßnahmen zu erläutern, die immer wieder Unmut bei Bürgern erregen. 

Auf mehr Verständnis für Baum- und Strauchschnitt werben Landwirte  angesichts von Protesten.

Wenn in der Gemarkung tüchtig geholzt wird, Weiden kopflos sind oder Sträucher plötzlich nur noch halb so hoch dastehen, dann ist auch im ländlichen Waldeck Krawall programmiert. Doch das muss nicht so sein.

 Kreisbauernverband, Ortslandwirte, ein Fachmann für Landschaftsgärtnerei und Vertreter des Naturschutzbundes zeigten in den Gemarkungen von Neudorf bis Helmighausen und Hesperinghausen, wie Gehölze zum Teil drastisch gestutzt und dabei gepflegt werden, wie Bäume und Hecken gepflanzt oder auch Flächen sich selbst überlassen werden.

Aktueller Fall an einem Neudorfer Wirtschaftsweg war das starke Kürzen einer Feldrain-Hecke. Ein Bürger hatte Stadt und Polizei benachrichtigt – und musste sich dann erklären lassen, dass diese Pflegearbeiten notwendig und sachgerecht ausgeführt worden waren.

Manfred Burth vom NABU Diemelstadt und der Landschaftsgärtner Christian Kümmel aus Adorf bestätigten, dass die Arbeiten sachgerecht ausgeführt worden sind. Rückschnitt ist Pflege Bei einer Rundfahrt durch das Rote Land wurden Hecken und Bäume gezeigt, die ordentlich gepflegt worden sind.

Aber auch Hecken, die verbuschten und andere Pflanzenarten nicht mehr hochkommen lassen, waren zu sehen. Jürgen Hage, Landwirt in Neudorf, wendet sich gegen eine pauschale Verurteilung von Berufskollegen wegen des Schnitts von Sträuchern und Hecken. Dieser sei nötig, um Wirtschaftswege passierbar zu erhalten. Zudem seien in den vergangenen Jahrzehnten Feldholzinseln als Rückzugsgebiete für Tiere entstanden und würden zunehmend Flächen der Natur überlassen.

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