Hinweise auf eine mittelalterliche Siedlung

Vor Baubeginn in Rhoden soll Archäologen suchen

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Der „Gewerbepark Steinmühle“, markiert durch den roten Kreis verzögert sich weiter. Das Gelände befindet sich an der Autobahnauffahrt Diemelstadt. Links das bestehende Gewerbegebiet mit SVG-Hof.  

Diemelstadt. Erst die Schwierigkeiten bei der Anbindung des neuen Gewerbegebiets an die Bundesstraße, jetzt archäologische Grabungen. 

Die Entwicklung des Gewerbeparks Steinmühle an der Autobahnauffahrt zwischen Rhoden und Wrexen verzögert sich erneut. Nach Abschluss der Sommerpause beginnt in der Diemelstädter Kommunalpolitik eine neue Sitzungsrunde mit einer besonderen Brisanz.

Start ist am Donnerstag, 22. August, um 19 Uhr im Mehrzweckraum der Stadthalle Rhoden mit einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Bei dieser Gelegenheit wird die Tagesordnung des Stadtparlamentes vorberaten, die am Donnerstag, 29. August, um 19 Uhr an gleicher Stelle tagt.

Die größte Brisanz liegt in der Einwendung eines Rhoder Bürgers gegen die Pläne zum Bau eines Gewerbeparks an der Autobahn im Bereich Steinmühle. Der geschichtsbewusste Bürger hat veranlasst, dass das Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen des geplanten Baugrunds angeordnet hat. 

Es besteht die Vermutung, dass sich in der unmittelbaren Nähe der Ruinen von Altrhoden noch Hinweise auf eine größere Siedlung finden. Darauf wiesen unter anderem Flurnamen wie Landwehr, Kupferkuhle und Markt hin. Die nun nötig gewordenen archäologischen Untersuchungen könnten den Bau des Gewerbeparks an der Autobahn für ein weiteres Jahr verzögern.

Weitere Themen sind die Aufhebung des Sperrvermerks für den Investitionszuschuss für das Walmebad in Rhoden und die Gründung eines Atemschutzbunds der Städte und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg.

Außerdem geht es um die Änderung des Flächennutzungsplanes und zweier Bebauungsplänen in Wrexen. Damit werden Bauten auf dem Gelände der Papierfabrik Smurfit ermöglicht.

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