Förderverein steht vor einer neuen Herausforderung

Walmebad Rhoden: Hohlräume unter den Fliesen können teuer werden

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Böse Überraschung im Rhoder Walmebad: Helmut Butterweck und Helmut Römer begutachten die Hohlräume unter den Fliesen am Übergang zum Springerbecken.  

Als wenn die geltenden Beschränkungen in der Corona-Krise nicht schon Erschwernis genug wären, haben sich im Walmebad Rhoden neue unerwartete Schäden aufgetan.

Nach dem Ablassen des Winterwassers und dem Reinigen des Beckens wurde deutlich, dass sich im Übergang vom Schwimmerbecken zum tieferen Springerbeckens der Fliesenbelag auf ganzer Breite gelöst hat.

„Wir haben hier auch früher schon festgestellt, dass sich die Fliesen heben und senken, wenn sich der Druck der Wassersäule verändert“, weiß Helmut Butterweck, der Vorsitzende des Fördervereins. So schlimm wie in diesem Jahr war es aber noch nie und nun tun sich auch noch lange Risse auf.

Als aktives und technisch versiertes Mitglied des Fördervereins hat sich Helmut Römer den Schaden schon aus der Nähe ansehen. Beim Abklopfen wird deutlich, wo es überall hohl unter den Fliesen klingt.

Viele Einnahmequellen brechen durch Corona weg

Nun soll ein breiter Streifen freigelegt werden, um dann zu entscheiden, ob der Fliesenbelag gerettet werden kann, oder ob an dieser Stelle nicht besser großflächig mit Beton und blauer Farbe gearbeitet wird.

Ursprünglich wollte der Förderverein die Saison am 24. Mai mit einem Freiluft-Gottesdienst auf der Wiese des Walmebads eröffnen. Das ist nun jedoch erstens wegen Corona-Abstandsregeln, aber auch wegen der Gefahr, die vom leeren Becken ausgeht, nicht machbar.

Überhaupt fürchtet der Vorstand des Fördervereins, dass in diesem Jahr viele der sonst üblichen und wichtigen Einnahmequellen wegfallen werden: Können die älteren Mitglieder im Sommer Kuchen auf der Freibad-Terrasse verkaufen? Wird der Förderverein Einnahmen bei Festen erzielen können?

All das erscheint Anfang Mai sehr unwahrscheinlich. Auch bei den jüngsten Entscheidung zu geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen werden Freibäder und Feste mit vielen Teilnehmern nicht genannt.

Enthusiastische "Einzelkämpfer" am Werk

Dennoch bereitet der Förderverein bereitet das Walmebad Rhoden technisch auf die Saison vor und hofft, dass das Schwimmen bald wieder erlaubt ist.

Vor allem die geplanten Investitionen, die mit Mitteln aus dem Förderprogramm SWIM des Landes Hessen finanziert werden, müssen noch in diesem Jahr abgerechnet werden. Dazu gehören der Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Kiosk- und Technikgebäude. Der Strom ist vor allem für den Eigenverbrauch der Pumpen, Fritteusen und zur Beheizung des Walmebads bestimmt. Auf diese Weise sollen die Betriebskosten gesenkt werden.

Die jedes Jahr im Frühjahr üblichen Wartungsarbeiten konnten diesmal nicht in Gruppen von ehrenamtlichen Teams die notwendigen Arbeiten erledigt werden. Es waren meist enthusiastische „Einzelkämpfer“ am Werk. Sie alle geben die Hoffnung nicht auf, dass das Walmebad im Sommer doch noch geöffnet werden kann.

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