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Weg frei für Dorferneuerung in Diemelstadt

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Von: Elmar Schulten

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Die Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung in Diemelstadt präsentierte sich im Februar 2021 unter Vorsitz von Christine Garve-Liebig (3. von. links) mit Bürgermeister Elmar Schröder (links).
Die Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung in Diemelstadt präsentierte sich im Februar 2021 unter Vorsitz von Christine Garve-Liebig (3. von. links) mit Bürgermeister Elmar Schröder (links). © Stadt Siemelstadt

Nach anderthalb Jahren intensiver Vorbereitungen hat das Stadtparlament bei seiner Sitzung am Donnerstag das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) als Grundlage der jetzt beginnenden Dorferneuerung beschlossen.

Diemelstadt - Eine Steuerungsgruppe unter Leitung der Grünen-Stadtverordneten Christine Garve-Liebig hatte bei Bürgerforen in allen neun Stadtteilen lokale Stärken und Schwächen herausgearbeitet sowie Wünsche und Anregungen für die künftige Dorfentwicklung gesammelt.

Angeleitet wurden die Bürgerforen dabei von dem von der Stadt beauftragten Kasseler Architekturbüro Bankert, Linker und Hupfeld. Ursula Bankert erinnerte bei der Vorlage des umfangreichen IKEK-Papiers an die vielen kleinen Schritte, mit denen Projektideen gesammelt, Entwicklungsprozesse beschreien wurden.

Jetzt kann‘s richtig losgehen

Würden sämtliche Projekte umgesetzt, würde dies Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro auslösen. Als Förderwürdig hat die staatliche WI-Bank zunächst 1,6 Millionen Euro anerkannt. Möglicherweise wird dieser Betrag wegen der veränderten Finanzlage des Landes noch einmal reduziert werden, hieß es im Stadtparlament.

Als Leiterin der Steuerungsgruppe erklärte die Grünen-Stadtverordnete Christine Garve-Liebig, dass ihr der gesamte IKEK-Prozess stark überreguliert erscheine: „Es wurde viel Wind gemacht, aber das Schiff liegt immer noch im Hafen.“ Nun hoffe sie darauf, dass alle, die am Anfang voller Eifer mit an Bord waren, wieder zurück ins Boot geholt werden könnten.

Bürger und Ortsbeiräte zum Mitmachen aufgerufen

Aus ihrer Sicht seien nämlich alle erarbeiteten Projekte in sechs benannten Handlungsfeldern gut und sinnvoll. Weitere Projekte könnten aber im Laufe der Umsetzungsphase noch von den Bürgern angeregt werden.

Aus Sicht der FWG-Fraktion bedauerte der Stadtverordnete Florian Boos, dass der IKEK-Prozess seh unter den Corona-Maßnahmen gelitten habe: Die Beteiligung hätte besser sein können.“ Doch nun seien alle Ortsbeiräte aufgerufen, aktiv an der Umsetzung mitzuarbeiten.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Runte sprach von einer großen Chance für alle Stadtteile. Über die gesamte Laufzeit bis 2027 könnten auch private Hauseigentümer vom Förderprogramm profitieren. (Elmar Schulten)

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