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Diemelstädter Feuerwehren bestätigen Stadtbrandinspektor Volker Weymann einstimmig

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Von: Armin Haß

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Die Freiwilligen Feuerwehren aus Diemelstadt wählten in Wrexen einen neuen Vorstand. Zudem wurden langjährige Einsatzkräfte ausgezeichnet. Hinten links Gordon Kalhöfer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, neben ihm Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Pawelzig. In der Bildmitte hinten Stadtbrandinspektor Volker Weymann (weißes Hemd). 3. von rechts Erster Stadtrat Dieter Oderwald. Vorne rechts Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Diemelstadt wählten in Wrexen einen neuen Vorstand. Zudem wurden langjährige Einsatzkräfte ausgezeichnet. Hinten links Gordon Kalhöfer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, neben ihm Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Pawelzig. In der Bildmitte hinten Stadtbrandinspektor Volker Weymann (weißes Hemd). 3. von rechts Erster Stadtrat Dieter Oderwald. Vorne rechts Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. © Armin Haß

Diemelstadt-Wrexen – Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Diemelstadt am Samstagabend im Haus des Gastes Wrexen wurde Stadtbrandinspektor Volker mit fast dem gesamten Vorstand im Amt einstimmig bestätigt.

Zum ersten Stellvertreter rückte Jörn Ständecke für Florian Kistner auf, der nicht wieder kandidierte. Neuer zweiter Stellvertreter ist Florian Tepel. Jugendwart bleibt Gero Langguth, sein Stellvertreter ist Marcel Römer. Die Kindergruppe leitet Jörg Schade, vertreten durch Steffi Mann. Sie gab ihr Amt als Schriftführerin ab, Nachfolgerin ist Hannah Kremers. Geschäftsführer bleibt Ralf Heinemann. Vorsitzender der gut 80 Mitglieder zählenden Alters- und Ehrenabteilung ist Ulrich Volke.

Bilanz gezogen

In der ersten Generalversammlung in gemeinsamer Runde seit März 2020 wurde Bilanz gezogen. Die 229 Einsatzkräfte wurden 2020 zu 73 und im vorigen Jahr zu 59 Einsätzen gerufen, davon jeweils 44 technische Hilfeleistungen, vorwiegend nach Unfällen auf der Autobahn, wie Jörn Ständecke berichtete.

Neben den Einsätzen bei Unfällen, die auch eine seelische Belastung verursachen, waren Brände unter anderem in den Papierfabriken zu löschen. Die Wehren waren immer wieder nach Starkregen im Einsatz, besonders am 14. Juli 2021, dabei leisteten sie vor allem auch in Bad Arolsen Unterstützung.

Spenden in Flutregionen

3000 Euro wurden von den Diemelstädter Wehren zur Unterstützung in den Flutregionen gespendet. Das Hochwasser dort habe schwer vorstellbares Leid verursacht, erklärte Weymann..

Die Berichte der Wehrführer aus Ammenhausen, Dehausen, Wethen, Wrexen, Neudorf, Orpethal, Helmighausen und Hesperinghausen verdeutlichten, dass die Wehren trotz der Einschränkungen und zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie schlagkräftig waren. Die Wehr in Neudorf arbeitet mit den Kameraden in Kohlgrund zusammen, um dort den Brandschutz sicherzustellen. Die Wehren in Ammenhausen und Dehausen stehen vor einer Fusion.

Nachholbedarf bei Feuerwehrhäusern

Der von einem Team der Feuerwehr erstellte Bedarfs- und Entwicklungsplan weist einen erheblichen Investitionsstau auf, besonders bei den Feuerwehrhäusern. Die Prioritätenliste wurde Ende 2021 von den Stadtverordneten beschlossen.

Das größte Projekt ist der Neubau eines Feuerwehrhauses für Helmighausen, für den 1,2 Millionen Euro veranschlagt werden, so Erster Stadtrat Dieter Oderwald. Neue Lösch- und Mannschaftstransportfahrzeuge wurden und werden beschafft. Auf der Suche ist die Stadt nach einem geeigneten Standort für den Stützpunkt der Feuerwehr Rhoden.

Planungen für Wrexen

Bereits Ende 2021 stellte die Stadt 60 000 Euro für Schutzausrüstung bereit. In Wethen wird die Feuerwehrwehrgarage erneuert. ie Wrexer Wehr hat mit dem Architekten Friedbert Lamotte, der unentgeltlich plante, ein Konzept für einen Umbau erstellt. In Ammenhausen steht für 2023 der Umbau an.

Stadtbrandinspektor Weymann stellte neue Schutzkleidung für alle Atemschutzgeräteträger vor, die von einem Unternehmen aus Marsberg beschafft werden soll.

Erfolgreiche Nachwuchswerbung

Die Arbeit in den Jugend - und Kindergruppen war durch die Pandemie stark eingeschränkt. Derzeit sind es 69 Mädchen und Jungen, zuvor waren es 120. Dass die Einsatzabteilungen in den Wehren durch fünf neue Aktive 2020 und weitere 16 im vorigen Jahr verstärkt wurden, ist Zeichen der guten Nachwuchsarbeit. Die Jugendlichen freuen sich auf das Kreiszeltlager vom 17. bis 19. Juni in Berndorf.

Die Kindergruppe in Helmighausen zählt nach Auskunft von Steffi Mann 23 Kinder, sechs aus dieser Gruppe rückten inzwischen in die Jugendabteilung auf. In Rhoden gehören 20 Mädchen und Jungen zur Kinderfeuerwehr.

Vorsicht angesagt

Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick bat die Kameraden weiterhin um Vorsicht, denn die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei. Immerhin sei von den 4000 Aktiven im Landkreis unter einem Prozent an Covid 19 erkrankt gewesen.

Erfreut äußerte sich der Kreisverbandsvorsitzende Gordon Kalhöfer, dass sich die Kameraden wieder persönlich sehen könnten. Die wegen der Pandemie zum Teil online organisierte Ausbildung habe zwar gut funktioniert, könne aber nicht die persönliche Präsenz ersetzen.

Feuerwehrtag in Orpethal

Neben dem Sprecher der Werksfeuerwehr der Papierfabrik Smurfit Kappa, Toni Simon, lobte Thomas Oeckei für den Ortsbeirat Wrexen die Einsatzbereitschaft der Aktiven.

Der Diemelstädter Feuerwehrtag ist für den 3. September in Orpethal geplant. Brandschutzehrenzeichen des Landes in Silber gab es für 25-jährige aktive Zugehörigkeit für Katharina Hendle (Ammenhausen), Christian Grünhaupt, Sabrina Winter (beide Helmighausen), Marius Vogel (Hesperinghausen) , Markus Ladage, Tobias Ladage, Matthias Walden, Nadine Walden (alle Neudorf), Thomas Bracht (Rhoden) und David Lihsmann (Wrexen).

Prämien des Landes

Anerkennungsprämien des Landes Hessen bekommen für 40 Jahre in einer Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr: Friedhelm Janson , Harald Plücker (beide Ammenhausen) , Diethelm Ständecke, Ulrich Volke (beide Helmighausen), Friedrich-Wilhelm Hesse (Orpethal) und Dietmar Bannasch (Wrexen). 30 Jahre: Gunter Krantz, Ulrich Schultze (beide Ammenhausen), Dirk Wetekam (Dehausen) und Carsten Neundorf (Neudorf), 20 Jahre: Phil Klinkenberg (Ammenhausen), Benjamin Schreiner (Rhoden) und Jürgen Wicke (Wrexen). Für zehn Jahre bekommt Stephanie Grünhaupt eine Prämie. (Armin Haß)

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