Wildschadensschätzer Wilhelm Bornemann und Jürgen Hage benannt

Wenn Sauen Diemelstadts Felder umpflügen

Wildschadensschätzer in Diemelstadt
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Zu Wildschadensschätzern hat der Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder Wilhelm Bornemann (2.v.r.) und Jürgen Hage (3.v.r.) wieder ernannt. Links der städtische Mitarbeiter Carsten Gutschank.

Diemelstadt. Wenn Wildscheinrotten Getreidefelder umpflügen, dann sind Wilhelm Bornemann (Rhoden) und Jürgen Hage (Neudorf) gefragt: Sie wurden für weitere vier Jahre zu ehrenamtlichen Wildschadensschätzern ernannt.

 Nach dem hessischen Jagdgesetz muss eine Kommune einen Wildschadensschätzer mit einem Stellvertreter benennen, die bei Wildschäden zwischen den Jagdpächtern und den betroffenen Landwirten die Schadenregulierung vornehmen.

Erfahrene Fachleute

Bei einigen Kommunen findet man schon niemanden mehr, der zwischen den Parteien verhandeln möchte, so Bürgermeister Elmar Schröder. Daher sei er froh, dass er mit Wilhelm Bornemann und Jürgen Hage wieder zwei Fachleute verpflichten konnte, die schon manchen Schaden reguliert haben.

Ungefähr 35 Fälle werden pro Jahr geregelt. Der größte Teil könne von den Schätzern ohne Einschalten des Ordnungsamtes geregelt werden. Ziel ist es, eine einvernehmliche Lösung der Betroffenen zu erzielen, was den beiden erfahrenen Schätzern auch meist gelingt.

Sauen und Rehe

Die meisten Schäden werden von Wildschweinen in Maisfeldern oder durch Verbiss junger Bäume durch Rehe verursacht. Ärgerlich ist es oftmals, wenn Schäden von Waschbären und Dachsen verursacht werden, denn diese werden nicht abgegolten.

Die zahlreichen Waschbären dürfen nur beschränkt abgeschossen werden, so dass die Bestände sich in den vergangenen Jahren vermehrt haben.

Nachfolger gesucht

Bornemann ist 78 Jahre und könnte 2019 auf ein 50- jähriges Schätzerjubiläum kommen. Spätestens dann will er das Amt in jüngere Hände übergeben, gab er bei der Urkundenübergabe bekannt. (r)

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