Warngeräte sollen Rehkitze vor dem Mähtod bewahren

Wildscheuchen machen in Ammenhausen auch Hunde wirr

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Beitrag gegen den Mähtod: Kreislandwirt Fritz Schäfer hat mit Vertretern des Maschinenrings Wildscheuchen an Landwirte im Kreisgebiet verteilt.

Diemelstadt. Um Rehkitze, die sich in diesen Tagen gerne in Wiesen mit hohem Gras verstecken, vor dem Mähtod zu bewahren hat der Maschinenring Waldeck-Frankenberg 30 so genannte Wildscheuchen an die Landwirte im Landkreis verteilt.

Die Geräte werden in der Nacht vor der Mahd ins Feld gesetzt und verbreiten Warntöne, die je nach Einstellung Rehkitze oder Wildschweine abschrecken und vor dem sicheren Tod durch die Messer der Mähmaschine bewahren können.

 Aber nicht nur Wildtiere fühlen sich gestört, in Ammenhausen wandte sich in diesen Tagen die Anwohnerin eines Feldes an die Polizei, weil ihre Hunde durch den schrillen Ton der Wildscheune aufgeschreckt wurden. 

Die Beamten rückten aus und nahmen die Wildscheuche außer Betrieb. Prompt wurde bei der Mahd am nächsten Morgen ein im Gras kauerndes Rehkitz übersehen und von der Mähmaschine so schwer verletzt, dass es verendete. 

Landwirt und Jagdpächter sind tief betroffen und verstehen die Welt nicht mehr: „Wir haben doch alles getan, um die Rehkitze zu schonen. Kann man denn als Anlieger nicht ausnahmsweise für eine einzige Nacht die Geräusche hinnehmen?“ 

Das sieht Kreislandwirt Fritz Schäfer ganz ähnlich. Auch er meint, dass der Maschinenring mit den Wildscheuchen ein positives Anliegen im Sinne Tierschutzes vorangebracht habe. Die Störungen, die für Anlieger für nur eine Nacht davon ausgingen, seien sehr gering und durchaus hinnehmbar. (es)

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