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Bis zu sieben Windkraftanlagen im Rhoder Forst geplant

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Von: Armin Haß

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Windkraftanlagen bei Massenhausen. Das Verbands-Energie-Werk Waldeck-Frankenberg plant weiter nördlich, im Rhoder Forst, mehrere Windkraftanlage auf Flächen der Waldeckischen Domanialverwaltung.
Das Verbands-Energie-Werk Waldeck-Frankenberg plant weiter nördlich, im Rhoder Forst, sechs bis sieben Windkraftanlagen auf Flächen der Waldeckischen Domanialverwaltung.. Windkraftanlagen bei Massenhausen. © Armin Haß

Das Verbands-Energie-Werk Waldeck-Frankenberg plant an seinem Stammsitz in Rhoden, im Rhoder Forst an der Autobahn sechs bis sieben Windkraftanlagen, wie bei einem Besuch bei dem VEW auf Schloss Rhoden berichtet wurde.

Diemelstadt-Rhoden - Dem steht auch die Klage der Stadtverordnetenversammlung von 2017 gegen die fünf Windvorranggebiete im nordhessischen Teilregionalplan Energie nicht entgegen, wie VEW-Prokurist Marius Lange auf Nachfrage erklärte.

Privilegierte Flächen

Wenn der Regionalplan aufgrund der Klage falle, dann dürfe auf mehr Flächen eine Planung begonnen werden. Die Gebiete seien priviligiert. Dann wären Abstände und Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Bleibe es bei den Vorranggebieten, dann dürfte nur auf diesen geplant werden.

Das VEW habe sich bereits die Flächen im Rhoder Forst von der Waldeckischen Domanialverwaltung gesichert. Die Planung müsse mit der Wiederaufforstung der durch Stürme weitgehend entwaldeten Fläche abgestimmt werden. Der Einwand der Flugsicherung sei 2020 nach einem Gutachten zurückgezogen worden.

Klage von 2017

CDU-Fraktionssprecher sagte, seine Fraktion wolle in der Stadtverordnetenversammlung auf eine Rücknahme Klage gegen den Teilregionalplan hinwirken. Er setze auf Überzeugung.

Die Diemelstädter CDU hatte bei einem halbtägigen Rundgang mit dem Landtagsabgeordneten Jan-Wilhelm Pohlmann verschiedene Orte in Diemelstadt besucht. Ein Schwerpunkt war die Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Realistisch bleiben

Stefan Schaller, Geschäftsführer der Energie Waldeck-Frankenberg, warnte vor großer Euphorie, das Ziel von CO2-Freiheit 2045 zu erreichen. Dagegen ständen noch bürokratische Hindernisse, das Fehlen von Netzinfrastrukturen und nicht zuletzt realistische Perspektiven auf einen Ersatz der zu 80 Prozent für Wärmeerzeugung benötigten fossilen Energieträger.

Das Thema Energiebedarf war freilich auch Thema beim Besuch der Papierfabrik Smurfit Kappa. Beim Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Pohlmann ging es um die Struktur der Diemelstädter Unternehmen und Anforderungen an die Landespolitik.

Landesstraße ausbauen

Nachdrücklich setzen sich die CDU-Kommunalpolitiker dafür ein, den Ausbau der Landesstraße 3198 Neudorf-Helmighausen-Westheim auf der Prioritätenliste des Landes hochzustufen. Hier sei eine Sanierung der schadhaften Fahrbahnen dringend erforderlich. Hierzu gab der Stadtverbandsvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Siegfried Patzer Erläuterungen.

Die CDU Diemelstadt besuchte mit dem Landtagsabgeordneten Jan-Wilhelm Pohlmann (3. von links) Schloss Rhoden. Rechts Hendrik Block, Waldeckische Domanialverwaltung.
Die CDU Diemelstadt besuchte mit dem Landtagsabgeordneten Jan-Wilhelm Pohlmann (3. von links) Schloss Rhoden. Rechts Hendrik Block, Waldeckische Domanialverwaltung. © Armin Haß

Die CDU-Politiker befassten sich mit den Zielen der Dorfentwicklung im Rahmen des Interkommunalen Entwicklungskonzeptes und dabei auch mit der Integration von Energiezielen. Es reiche nicht, als Klimakommune anerkannt zu sein, sagte Rainer Runte. Es sei auch notwendig, dass die Stadt eigene Impulse setze und die Ausweitung des Angebotes unterstütze.

Ausbau des Diemelradwegs

Ein weiteres Thema war der Ausbau des Diemel-Radwegs. Hier wird der Bau eines Radwegs entlang der Landesstraße 3438 angestrebt, somit wäre der Landesbetrieb Hessen Mobil gefragt. In diesem Jahr ist ein Ausbau auf einem Teilabschnitt des regionalen Wanderwegs, an der Kreisstraße 91, vorgesehen.

Im weiteren Verlauf zwischen der Einmündung bei Orpethal und der Ortslage von Wrexen müsste flankierend an der L 3438 ein separater Radweg gebaut werden, um den Benutzern mehr Sicherheit zu geben. Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Pohlmann wurde die Erwartung ausgesprochen, dass das Land die Priorität für dieses Projekt anhebe. (Armin Haß)

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