Wrexer Kirche und Bahnhof bieten eine Bühne

Konzertsommer Diemelland verbindet Musiker und Konzertsäle zu beiden Seiten der Diemel

+
Sie haben die Konzertreihe Konzertsommer Diemelland ins Leben gerufen und setzen damit die vor 50 Jahren begonnene Reihe der Kirchenkonzerte in Wrexen fort. Diesmal soll auch der Wrexer Bahnhof als Spielort einbezogen werden. Von links: Bahnhofseigentümer Michael D. Wiedenmann, Peter Ernst, Pfarrerin Elke Carl und Dr. Hans-Jürgen Römer vom Heimat- und Verkehrsverein Wrexen.  

Diemelstadt-Wrexen.  Die Reihe der Sommerkonzerte in der Wrexer Kirche wird in anderer Form grenzüberschreitend fortgesetzt.

Die beliebte Konzertreihe war 50 Jahre lang von Dr. Dieter Neumeier organisiert worden. Nachdem er im vergangenen Jahr angekündigt hatte, seine ehrenamtliche Arbeit nicht weiter fortsetzen zu können, setzten sich der Vorsitzende des Heimat-und Verkehrsvereins, Dr. Hans-Jürgen Römer, der neue Eigentümer des Wrexer Bahnhofs, Michael Wiedemann, und der Warburger Musiker Peter Ernst zusammen und planten gemeinsam die neue Konzertreihe Sommerkonzerte Diemelland.

Sie vereint mehrere Konzerte mit wechselnden Künstlern an wechselnden Aufführungsorten auf beiden Seiten der Diemel im waldeckischen Wrexen und im westfälischen Warburger Land. Ganz neu ist dabei die Nutzung des wiederbewohnten Wrexer Bahnhofs als Spielort für ein intimes Hauskonzert mit 30 Zuhörern am 7. September. 

Pfarrerin Elke Carl ist begeistert, dass auf diese Weise die traditionsreiche Konzertreihe mit zwei Konzerten in der Wrexer Kirche fortgesetzt wird. Musik erleben in einzigartigen Räumen rechts und links des Diemelflusses, im Waldecker wie im Warburger Land: Der Konzertsommer Diemelland präsentiert sich als eine Veranstaltungsreihe, die Grenzen überwindet: Klassische Kammermusik steht ebenso auf dem Programm wie französische Musette-Walzer, jiddischen Klezmer und südamerikanische Forrós und Tangos.

Von Haydn und Debussy bis hin zu Piazolla

Für die Auftaktveranstaltung des Konzertsommers im Diemelland wird am Sonntag, 26. Mai, die erst kürzlich restaurierte Petri-Kapelle des Warburger Helios-Klinikums als Konzertort (wieder)entdeckt. Die Ausführenden stammen bezeichnenderweise aus Nordrhein-Westfalen und Hessen: Das Dejean Quartett mit Musikern des Staatsorchesters Kassel und der Warburger Gitarrist Peter Ernst interpretierten zu dem Anlass Werke der Wiener Klassik sowie aus Frankreich und Mexiko. 

Am Sonntag, 16. Juni, sind ab 17 Uhr die Klezmers Techter zu Gast in der evangelischen Kirche von Wrexen. Mit Klarinette und Akkordeon entführen Gabriela Kaufmann und Almut Schwab in faszinierende Klangwelten. Am Sonntag, 30. Juni, ist das Duo eVivo zu Gast in der Wrexer Kirche und bietet „Tango al Cell“o: Claudia Schwarze und Eugen Mantu präsentieren Arrangements argentischer Tangos für zwei Celli. 

Ein Höhepunkt der sommerlichen Reihe wird am 7. Juli der Auftritt des Goldmund Quartett in der Warburger Altstadtkirche sein: Das Streichquartett ist unter anderem Gewinner des prestigeträchtigen Melbourne International Chamber Music Competition und ist eines der besten Kammermusik-Ensembles des Landes. In Warburg ist das in München beheimatete Quartett am 7. Juli mit Musik von Haydn, Debussy und Beethoven zu hören. 

Das deutsch-amerikanische Claremont Duo gastiert am 10. Juli in der ehemaligen Synagoge zu Borgholz mit seinem Programm „Lieder ohne Worte“, während der Charangovirtuose Diego Jascalevich am 1. September mit dem in Toulouse beheimateten Akkordeonisten Markus Thiel und dem brasilianischen Perkussionisten Rui Reis ein gewiss furioses Konzert in der evangelischen Kirche in Borgentreich geben wird.

 Die Abschlussveranstaltung des Konzertsommer Diemelland findet am 7. September im ehemaligen Bahnhof Wrexen statt, der symbolträchtig auf der Grenze zwischen dem Warburger Ortsteil Scherfede und dem nordhessischen Ort Wrexen steht. Das Paganini Duo mit Andrea Kim und dem Gitarrist Peter Ernst wird Musik von Pablo de Sarasate, Niccoló Paganini und Astor Piazzolla spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare