Teureres Trinkwasser, Freistellung von Kindergartenbeiträgen 

Das zahlen die Diemelstädter für eine hohe Wasserqualität 

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Prosit auf die gute Qualität: Das Wasser aus dem Scherfeder Brunnen wird seit 2014 über den technisch umgebauten Hochbehälter Wrexen auch ins Diemelstädter Netz eingespeist. Unser Bild zeigt, v.l.: Dipl.-Ing. Michael Rempe, Klaus Braun (Stadtwerke Warburg), Bürgermeister Michael Stickeln (Warburg), Erster Stadtrat Dieter Oderwald (Diemelstadt und Bürgermeister Elmar Schröder (Diemelstadt).

 Diemelstadt. Eine neue Beitragssatzung für die Kindergärten und eine höhere Wassergebühr haben die Diemelstädter Stadtverordneten am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Die gute Nachricht für die Eltern der über dreijährigen Kinder gab die hessische Landesregierung bereits im vorigen Jahr: Die ersten sechs Stunden sind durch die Förderung des Landes in Höhe von rund 136 Euro für die erziehungsberechtigten gebührenfrei.

So lang läuft die Betreuung

Diese Änderung gab aber auch den Anlass, in Diemelstadt eine neue Kindergartensatzung zu beschließen. Darin sind die Beiträge für die Betreuung von U 3-Kindern und der Älteren neu festgelegt, die Betreuungszeiten sind von 7 bis 17 Uhr in beiden Kindergärten ausgedehnt worden. (wir berichteten).

Rainer Runte (CDU) hob die familienfreundliche Entscheidung des Landes hervor. Die Kindergärten in Rhoden und Wrexen seien sehr stark ausgelastet. Nach Auffassung von Jürgen Pawelzig ist mit der Ganztagsbetreuung der letzte Schritt zur Familienfreundlichkeit in Diemelstadt gemacht worden.

Das leisten die Mitarbeiter

Markus Budde (SPD) dankte dem Personal der der Kindertagesstätten an einem Betreuungskonzept, bei dem „der Haushalt der Stadt nicht aus dem Ruder läuft“.

Die erweiterte Betreuung erfordert nämlich eine Aufstockung der Arbeitsstunden. Neben 20 Erzieherinnen sind  fünf  Praktikanten im Einsatz.  

Hohe Wasserqualität

Einstimmig votierten die Stadtverordneten für eine Erhöhung der Wassergebühr von 2,55 auf 3,12 Euro. Damit sollen die in den vergangenen sechs Jahren aufgehäuften Defizite ausgeglichen werden. Für 2019 wird mit einem Defizit von 145 000 Euro gerechnet. 

Die letzte Erhöhung des Wasserpreises zum Ausgleich des Gebührenhaushaltes erfolgte 2013. Die Stadt hat inzwischen 2,6 Millionen Euro, einschließlich der Wiederherstellung von 24 Straßen, für den Anschluss an das Wasserversorgungsnetz der Stadt Warburg investiert.

Alles wird besser

Grund für die Umstellung ist die bisherige Belastung mit Nitraten und immer wieder mit erhöhten Keimzahlen im Trinkwasser, zudem mussten die innerlich stark verkrusteten Wasserleitungen ausgetauscht werden.

„Für einen Vier-Personen-Haushalt ergibt sich damit eine monatliche Mehrbelastung im Gegenwert von einer Schachtel Zigaretten“, rechnete Stadtkämmerer Jörg Romberger vor.

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