Kultautos geben sich ein Stelldichein

Am Samstag fahren 60 Golf-2 über die Sperrmauer des Edersees

Präsentiert ein Schmuckstück von 1990: Dierk Stamer aus Fuldabrück-Dennhausen mit seinem Golf 2 GTI Edition One G60 am Kasseler Bugasee.
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Präsentiert ein Schmuckstück von 1990: Dierk Stamer aus Fuldabrück-Dennhausen mit seinem Golf 2 GTI Edition One G60 am Kasseler Bugasee.

Am Samstag tummeln sich 60 Golf-2-Fahrer am Edersee. Sie starten um 13 Uhr am Schloss Waldeck und wollen gegen 16 Uhr über die Sperrmauerkrone fahren.

Edersee/Fuldabrück – Mitorganisator ist Dierk Stamer aus Fuldabrück-Dennhausen. „Eigentlich bin ich bekennender Schreibtischtäter“, sagt er. Doch die Passion für VW-Golf-Modelle der 2er-Baureihe habe aus ihm einen waschechten Schrauber gemacht.„Man fängt mit leichten Dingen an, wie Rückleuchten wechseln, dann traut man sich immer mehr zu.“ In einem aktuellen Golf 2 (Baujahr 1990) hat der 42-Jährige mittlerweile eigentlich alles selbst umgebaut, was geht.

„Alles, bis auf Lackieren und Schweißen“, sagt der Dennhäuser. Ob Distanzscheiben für die breitere Spur, die Abgasanlage, Zylinderköpfe oder das Fahrwerk – Stamer hat alles umgebaut und überholt. Sogar der Motor wurde in der heimischen Werkstatt bereits ausgebaut, erneuert und zurück an seinen Platz bugsiert. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man dann den Schlüssel umdreht und der Wagen tatsächlich läuft“, sagt Stamer. Dafür tüftelt er auch heute noch manchmal bis in die Nacht. Sein Golf 2 GTI Edition One G60 bringt bei 1,8 Litern Hubraum 160 PS auf die Straße.

Im Teenageralter begannt die Leidenschaft für den Golf

Angefangen hat die Golf-Leidenschaft des 42-Jährigen im Teenageralter. „Alle in meinem Umfeld fanden den VW toll, vor allem Golfmodelle, wenn sie getunt wurden“, erzählt der gebürtige Hannoveraner. So hatte er seit seinem 18. Lebensjahr immer einen Golf 2. Insgesamt waren es mittlerweile acht Fahrzeuge. Derzeit hat er drei, einen für Ersatzteile und zwei zum Fahren. Ihm ist wichtig, die Autos zu bewegen. „Manche wollen schrauben, andere ihre Fahrzeuge auf Shows präsentieren. Ich fahre damit.“ Mit seinem Edition One ging es nach Stockholm. Zwar blutet ihm das Herz, wenn er Steinschläge und andere Macken im Lack entdeckt, doch ganz vermeiden lassen sich die Schäden nicht. Schließlich sieht Stamer seine Autos als Gebrauchsgegenstände und nicht als Wertanlagen.

Auf Tour zeigt er weiterhin, wo er gebürtig herkommt. Zwar fühlt er sich in Dennhausen wohl, aber die Hommage an Hannover am Nummernschild seines schwarzen GTI bewahrt er sich. Doch wie kommt es , dass ein großes H auf dem Schild prangt, daneben aber der hessische Löwe? Stamer hat nach eigenen Angaben ein niedersächsisches Saisonkennzeichen auf ein Ganzjahreskennzeichen umgeändert – und behielt so das H.. (Moritz Gorny)

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