Zum Jubiläum Ausrichter der Edertaler Pokalwettkämpfe der Senioren und Jugendlichen

Anraffer Feuerwehr zeigt sich zum 175-jährigen Bestehen aktiv und motiviert

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Michael Rese (links) und Ralf Spangenberg (Mitte) freuten sich über Gratulationen und Auszeichnungen für die Wehr durch (im Weiteren von links) Armin Schwarz, Walter Lübcke, Gerhard Biederbick.

Anraff. Die Edertaler Pokalwettkämpfe der Senioren und Jugendlichen bildeten am Wochenende den würdigen Rahmen für die Feier zum 175-jährigen Bestehen der Anraffer Feuerwehr auf dem Sportplatzgelände.

„Einer für alle, alle für einen“; an den zentralen Satz der Brandschützer erinnerte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in seinem Grußwort zum Ehrentag.

24 Aktive im Dorf

Selbst in Anraff aufgewachsen, freut er sich besonders darüber, dass der Ort mit seinen 24 Aktiven weiterhin über eine eigene Einsatzabteilung verfügt. „Oft genug muss ich durchs Land fahren und über die Zusammenlegung freiwilliger Feuerwehren sprechen, weil zu wenig Aktive zur Verfügung stehen“, sagte Lübcke. Voraussetzung für eine gesicherte Zukunft sei die gute Nachwuchsarbeit, die Edertals Wehren im Ganzen kennzeichne. Dieser Einschätzung schloss sich Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (CDU) in seiner Gratulation an.

Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, zugleich Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, hob die lange Tradition der Anraffer hervor.

Zum ersten Mal überreiche er persönlich die Ehrenurkunde an eine Feuerwehr dieses Alters. Feuerwehrvereinsvorsitzender Ralf Spangenberg und Wehrführer Michael Rese nahmen diese und die übrigen Auszeichnungen im Namen der Wehr entgegen.

Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam würdigte das Engagement des Anraffer Feuerwehrvereins, der die Einsatzabteilung auch finanziell stark unterstütze. In diesem Zusammenhang unterstrich Rübsam die Bitte an die Gemeindevertreter, die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Anraffer nicht aus den Augen zu verlieren.

Bürgermeister Klaus Gier dankte den Anraffer Feuerwehrleuten mit Blick auch auf die Geschichte: „Was ihre Vorgänger und Sie selbst auszeichnet, ist die Bereitschaft sich ständig verändernden Herausforderungen zu stellen. Die Zeiten der Löscheimereinsätze liegen längst hinter uns. Heute haben es die Einsatzkräfte vermehrt mit Verkehrsunfällen und anderen außergewöhnlichen Ereignissen zu tun, bei denen die Frauen und Männer mitunter ihre eigene Gesundheit und sogar ihr Leben aufs Spiel setzen.“

Die personellen, inhaltlichen und auch technischen Anforderungen seien enorm gestiegen, bekräftigte Feuerwehrvereinsvorsitzender Ralf Spangenberg mit Blick speziell auf die Entwicklung der jüngsten zwei Jahrzehnte. Die ehrenamtlichen Brandschützer stellten viel Freizeit und Fachwissen bereit. „Auch die Anforderungen an die technische Ausstattung sind gestiegen“, mahnte Spangenberg in Richtung Bürgermeister, bezogen auf das 28 Jahre alte Löschfahrzeug. Gier versprach, sich für das Anliegen der Anraffer einzusetzen, ein neues Auto zu bekommen.(pf)

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