Am Donnerstagabend im Gemeindeparlament bekanntgegeben

Bürgermeister Klaus Gier kandidiert für zweite Amtsperiode in Gemeinde Edertal

Bürgermeister Klaus Gier will für eine zweite Amtsperode kandidieren. Foto: Gemeinde Edertal/pr

Edertal. Er hat lang und intensiv überlegt und das Für und Wider abgewogen, Donnerstagabend kündigte er in der Gemeindevertretung seine Entscheidung an: Der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier wird sich für eine zweite Amtszeit als Verwaltungschef im Rathaus der Großgemeinde bewerben.

Die Amtszeit des 56-Jährigen läuft am 31. März 2019 aus. Über die Neubesetzung entscheiden die Bürger der Gemeinde in Direktwahl. Diese soll nach einstimmigem Beschluss am Sonntag, 28. Oktober 2018, zeitgleich mit der Landtagswahl stattfinden. Möglicher Termin für eine Stichwahl wäre am 11. November dieses Jahres.

Eine Reihe von Problemen prägten nach seinen Worten die ersten Jahre seiner Amtszeit: das manchmal schwierige Miteinander und vor allem auch Untereinander in den parlamentarischen Gremien („Ich glaube, man hat sich inzwischen rundgerieben“), die Diskussionen ums Info-Zentrum an der Sperrmauer („Das hat Kraft und Nerven gekostet“), unausgeglichenen Haushalte, erheblicher Erneuerungsbedarf bei Wasser, Abwasser und Straßen oder auch häufiger Personalwechsel und Langzeiterkrankungen im Rathaus. Gier: „Daran habe ich schon zu kauen gehabt, inzwischen hat sich aber vieles zum Besseren gewendet.“

Für ihn gibt es, wie er sagte, zwei Optionen: Er tritt ab als Bürgermeister mit der kürzesten Amtszeit seit Bestehen der Großgemeinde oder er wechselt, wenn der Wähler es will, in sechs Jahren mit 64 als Edertaler Bürgermeister mit dem höchsten Lebensalter in den Ruhestand. 

Klaus Gier hat sich nach reiflicher Überlegung für eine zweite Amtszeit entschieden – auch wenn der vermeintlich schönste Beruf des Bürgermeisters nach seiner Meinung aufgrund verschärfter Rahmenbedingungen und Rechtsprechungen nicht mehr ganz das ist, was er mal war.

„Es gibt noch viele Dinge, die anzupacken sind“, sagte er. Als Beispiele nannte Gier die Verbesserung der Infrastruktur, Erschließung neuer Förderquellen als Alternative zum Dorferneuerungsprogramm, weitere Bemühungen um das Programm Aktive Kernbereiche, touristische Weiterentwicklung oder auch die Bauleitplanung.

Von Jörg Schade

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare