Wasserverluste wie noch nie

Künstlicher Bachlauf an der Edertalsperre wird saniert - Saisonende am Aquapark

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Bei der Arbeit: Daniel Heilig (links) und Christoph Schöps beim Entfernen von brüchig gewordenem Beton in dem künstlich angelegten Bachlauf.

Der künstlich angelegte Bachlauf von der Hammerbergstraße zum Sperrmauervorplatz wird derzeit von Mitarbeitern des Edertaler Bauhofs gründlich saniert.

Nachdem loses Gestein aus brüchig gewordenen Fugen herausgenommen wurde, werden als nächste Arbeitsschritte die Steine teilweise neu gesetzt und Risse mit Mörtel verfüllt.

Schwankende Temperaturen und Wurzeln setzen dem Bachlauf seit Inbetriebnahme des Aquaparks vor 22 Jahren ständig zu. Die Folge: kontinuierlicher Wasserverlust. 

„Der Aquapark wird mit Wasser aus der Eder gespeist, welches regelmäßig zum Ausgleich in die Vorratsbehälter der Erlebnisanlage gepumpt wird“, berichtet Bauhofleiter Jörg Büddefeld.

Wasserverlustreichstes Areal

Der nachempfundene Bachlauf habe sich während der vergangenen Monate als das wasserverlustreichste Areal des Aquaparks herauskristallisiert. „Wasser verdunstet nun mal. Aber hier sind durch poröse Öffnungen zwischen den Steinen immer größere Mengen im Erdreich versickert.“ 

Als Grund nennt Büddefeld brüchig gewordene Fugen und Beton infolge Setzungsschäden, verursacht auch durch Wurzeln, Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen. Allein mit dem Verschließen der Fugen mit Mörtel sei es aber nicht getan.

Ende der Aquaparksaison 

„Zu guter Letzt werden unsere Mitarbeiter nach dem Neuverfugen eine mineralische Dichtungsmasse in zwei Arbeitsgängen auftragen, die Temperatur- und auch UV beständig ist“, erläutert Jörg Büddefeld. 

Zudem kündigt der Bauhofleiter das Ende der diesjährigen Aquaparksaison an. Die Anlage werde in den kommenden Tagen außer Betrieb genommen und winterfest gemacht.

Schon im Sommer diesen Jahres gab es am Edersee Probleme mit dem Wasser. Im August wurde hier die Untergrenze des Wasserstandes erreicht. 

red

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