Mit Blumen verabschiedet

Rosemarie Hoppe über 24 Jahre  die "gute  Seele" des Reisemobilstellplatzes in Hemfurth/Edersee

Abschied: Bürgermeister Klaus Gier überreichte Rosemarie Hoppe eine Blumenstrauß zum Dank für die langjährige Betreuung des Reisemobilstellplatzes. Foto: Klein/pr

Hemfurth-Edersee – Rosemarie Hoppe kümmerte sich mehr als 24 Jahre lang um den gebührenpflichtigen Reisemobilstellplatz in der Kraftwerkstraße. Vor wenigen Tagen wurde sie mit Blumen in den Ruhestand verabschiedet.

„Ich habe die Anlage betreut, habe die Standgelder kassiert, und habe sehr vielen Gästen immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden.“ Mit großem Bedauern könne sie sich aber nun nicht mehr um den Platz kümmern. „Wegen gesundheitlicher Probleme mit der Hüfte“, wie die 77-Jährige erklärt.

„Es hat immer ganz viel Spaß gemacht.“ Oft habe sie den Gästen Ausflugtipps und Empfehlungen für Rad- oder Wandertouren gegeben. Auch das Verteilen von selbstgekochten und gefärbten Eiern an Ostern zählte zum kostenlosen Rundum-sorglos-Paket der guten Seele des Stellplatzes.

Hoppe wies auch auf Gottesdienste hin. „Unser Pfarrer sprach mich oft an, wenn auch Wohnmobillisten bei seinen religiösen Feiern anwesend waren.“ Die Geschehnisse auf dem Reisemobilstellplatz seien für sie zu einer Herzensangelegenheit geworden. „Meine Urlaube habe ich stets so geplant, damit sie nicht mit den Wohnmobilreisezeiten kollidierten.“ Mit Erstaunen habe sie im Laufe der Jahre feststellen können, dass eine stetig wachsende Zahl von Besuchern aus dem Ausland den Edersee und den Platz ansteuerten. „Es waren vornehmlich Holländer, Spanier, Australier, Österreicher, Belgier und auch Briten, die mittlerweile in Summe etwa 20 Prozent der jährlichen Gesamtübernachtungen ausmachen.“

Mit der Verständigung habe es fast nie Probleme gegeben. „Ich spreche seit meiner Jugend fließend Englisch.“ Die frühere Fremdsprachensekretärin arbeitete im Kaffee In- und Exportgeschäft in ihrer Geburtsstadt Bremen.“

Aus der Bekanntschaft mit einem Ehepaar aus Birmingham und auch mit Besuchern aus anderen Ländern seien Freundschaften entstanden, die viele Jahre überdauerten. „Als ich im Krankenhaus lag, hatten mir die Birminghamer sogar aus Neuseeland geschrieben und mir gute Besserung gewünscht.“

Nicht nur das Paar aus der englischen Region West Midlands weiß die Weltoffenheit der Edertalerin zu schätzen. „Sicherlich hat auch mein ausgeprägter Ordnungs- und Sauberkeitssinn zur Steigerung meiner Sympathiewerte beigetragen. Denn das freie Herumlaufenlassen von Hunden habe ich beispielsweise nie akzeptiert“, erzählt Hoppe. Laut Bürgermeister Klaus Gier waren aber auch andere Faktoren ausschlaggebend, die aus der Edertalerin „eine liebenswerte Institution“ machten. „Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit ihr war stets von großem Anstand, gegenseitigem Respekt, Vertrauen und von Korrektheit geprägt,“ betonte Gier und überreichte einen Blumenstrauß.  

Weiterbetrieb des Reisemobilstellplatzes in Hemfurth/Edersee auf Dauer gesichert

Der Weiterbetrieb des stark frequentierten Reisemobilstellplatzes ist laut Bürgermeister Klaus Gier durch das Aufstellen eines Parkscheinautomaten und der Installation von Elektroanschlüssen sowie mit der Inbetriebnahme einer neuen Ver- und Entsorgungsstation auf Dauer gesichert. „In die Modernisierung der Anlage investieren wir 40 000 Euro“, berichtet der Bürgermeister.

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