Kirche wird zur  „Highland Cathedral“

Eindrucksvolles Irish-Folk-Konzert des Kulturkreises Edertal in der Gellershäuser Kirche

Irish Folk in der Kirche: Die Musikerin und Gitarrelehrerin Bille Brandau aus Affoldern präsentierte mit Nicol Brüninghaus, Matthias Schlote und Rose Lehmann (von rechts) ein mitreißendes Konzert, zu dem der Edertaler Kulturkreis eingeladen hatte. Foto: Rimbach/pr

Die voll besetzte Kirche in Gellershausen wurde beim Irish Folk-Konzert sinnbildlich zur „Highland Cathedral“ – so erlebten es Musiker und Publikum an dem eindrucksvollen Abend.

Gellershausen – Eingeladen hatte der Kulturkreis Edertal. Gespielt, gerockt, und gegrooved hatten Bille Brandau und ihre Gäste. Das zweieinhalbstündige Konzert beinhaltete überwiegend irische Folkmusik, die von der Sehnsucht und Heimweh von irischen Amerikanern erzählte (Carrickfergus), unter anderem aber auch vom Goldsuchen in der Botany Bay (Australien).

Mit der Ukulele auf der Empore

Klassiker wie „Whiskey in the jar“ durften ebenfalls nicht fehlen. Bille Brandau moderierte flott und gut aufgelegt durch den Abend. Bei den meisten Titeln gab es eine kurze Erläuterung oder Übersetzung, zuweilen auch einen Scherz. Bei „The keel row“, der langsamen Kahnfahrt, die dann aber an Fahrt zunahm, sprang Bille Brandau mit Ukulele durch die Kirche und winkte gegen Ende des Stückes von der Empore.

Tatsächlich gab es auch Liedgut mit geistigem Hintergrund in der Kirche: Der Song „Lord oft he dance“, der fröhlich und rhythmisch draufgängerisch dargeboten wurde, erzählt vom Leben Jesu, von der Geburt in Betlehem, vom übers Wasser gehen und Lahme heilen, bis hin zur Kreuzigung und Auferstehung.

Handy-Lichter flammten auf

Bei den Folk Songs sang das Publikum gern mit; die eingängigen Melodien luden geradezu dazu ein. Background Gesang sowie Konzert- und Bass- Ukulele wurden von Rosi (Rose) Lehmann und Matthias Schlote dargeboten, beide „alte Hasen“, die mit Bille Brandau seit Jahren musizieren.

Neu dabei in der Gruppe war Nicol Brüninghaus mit ihrer wunderbar rauchigen Stimme. The foggy dew, Nothing compares 2U, You raise me up oder Sallay gardens – Brüninghaus setzte besondere Akzente.

Nach der Pause folgte noch etwas Folk zum Mitsingen; danach wurde es mucksmäuschenstill bei den gefühlvollen Balladen von Chris de Burgh. „Lady in red“ war auch ein Klassiker, bei dem das Publikum andächtig mitsang und die Handy-Lichter aufflammten.

Romy Rimbach: "Dieses Konzert wird in Gellershausen als Legende eingehen"

Zum Abschluss des Konzertes bedankte sich Bille Brandau überglücklich bei ihren musikalischen Gästen. Dank sprachen auch Christiane Eicker-Lemnitz vom Kulturkreis Edertal sowie Pfarrerin Romy Rimbach von der Kirchengemeinde. Die Seelsorgerin freute sich über die hohen Spenden des Publikums, die der Renovierung der Gellershäuser Kirche zugedacht sind. Rimbach: „Dieses Konzert wird in Gellershausen als Legende eingehen.“

Mit einem fulminanten „Moonlight shadow“ sowie dem ruhigen irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammen führen“ endete ein denkwürdiger Abend in Gellershausen.  red

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