Zu Ehren des ermordeten Regierungspräsidenten

Anraffer DGH wird umbenannt in „Dr.-Walter-Lübcke-Haus“

Ehre für einen Sohn der Heimat: Das Anraffer DGH wird umbenannt in Dr.-Walter-Lübcke-Haus. Foto: Conny Höhne

Zu Ehren des im vergangenen Jahr ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten wird die Gemeinde Edertal das Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Anraff in Dr.-Walter-Lübcke-Haus umbenennen.

Edertal – Das beschloss die Edertaler Gemeindevertretung während ihrer öffentlichen Sitzung in der Affolderner Festhalle.

Parlament folgt Anregung des Anraffer Ortsbeirats

Das Parlament folgte damit einer Anregung des Anraffer Ortsbeirates. Der Gemeinevorstand hatte sich im Vorfeld für eine Umbenennung des Platzes am Dorfgemeinschaftshaus ausgesprochen, wie der Vorsitzende des Ausschusses Planen, Bauen, Umwelt, Markus Jungermann berichtete.

In Anraff aufgewachsen

Dr. Walter Lübcke wurde im Jahr 1953 in Anraff geboren und wuchs dort mit seinen vier Geschwistern auf.

Von 1959 bis 1963 besuchte er die im heutigen Dorfgemeinschaftshaus eingerichtete Grundschule in Anraff und wechselte danach an die Hauptschule Bergheim-Giflitz und die Kaufmännische Berufsschule in Bad Wildungen. 

Nach einer Lehre zum Bankkaufmann erlangte er im Jahr 1975 die Fachhochschulreife in Kassel. An der dortigen Universität studierte er ab 1981 Wirtschaftswissenschaften und promovierte im Jahr 1991. Später verschlug es ihn in die Politik. Zehn Jahre lang war Lübcke ab 1999 Mitglied des Hessischen Landstages, wo er der CDU-Fraktion angehörte, ab 2009 Regierungspräsident in Kassel.

Regelmäßig zu Besuch im Heimatdorf

Der gebürtige Anraffer lebte zuletzt in Istha. Er war verheiratet mit Irmgard Braun-Lübcke. Nach seiner Hochzeit zog er in den Wolfhagener Stadtteil und gründete dort eine Familie.

Zu seinem Heimatort Anraff pflegte er auch weiterhin enge Kontakte. Er war stets gern gesehener Gast bei verschiedenen Anlässen und Veranstaltungen im Dorf der „Reelinge“.  sch

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