Vortrag über Wrangel-Insel in Wellen

 Sechs Monate in einer der letzten menschenleeren Naturlandschaften der Erde

Unerwarteter Besuch – ein Eisbär: Um den „König der Arktis“ und andere Tiere auf der Wragelinsel im äußersten Nordosten Russlands dreht sich ein Vortrag von Nabu und Landfrauen. Fotos: Lübcke/pr

Sechs Monate verbrachte der Biologe in einer menschenleeren Landschaften der Erde, auf der Wrangel-Insel. Am 13. Januar, um 20 Uhr erzählt er im Bürgerhaus von seinen Erlebnissen.

Edertal-Wellen – So lautet der Titel des neuen Vortrags von Peter Romanow.

Redner: Peter Romanow, Biologe aus Moskau

Sechs Monate verbrachte der Moskauer Biologe in einer der letzten menschenleeren Naturlandschaften der Erde, auf der Wrangel-Insel. Das UNESCO-Weltnaturerbe im äußersten Nordosten Russlands ist meist von einem dichten Packeisgürtel umschlossen und nur wenige Wochen im Jahr zugänglich.

Eldorado für Naturfotografen

Die Wrangel-Insel ist Rückzugsort vieler arktischer Tiere und Heimat von mehr als 400 Pflanzenarten – ein Eldorado für Naturfotografen. Hier ist eine erstaunlich große Population von Eisbären heimisch, und Peter Romanow hat den „König der Arktis“ in seinem natürlichen Lebensraum beobachtet und fotografiert.

Aber nicht nur Eisbären finden dort ideale Lebensbedingungen. Auch die größte Population des Pazifischen Walrosses ist in diesen Gefilden heimisch, Moschusochsen durchstreifen die artenreiche Tundra, Schneegänse brüten an geschützten Stellen und sie bietet reiche Futtergründe für Grauwale, die tausende Kilometer von Mexiko nach Norden wandern.

Forschungen in allen Regionen der ehemaligen Sowjetunion

Als Zoologe hat Peter Romanow jahrzehntelang in allen Regionen der ehemaligen Sowjetunion im Auftrag des Moskauer Zoos Forschungen betrieben. Seit 1990 arbeitet er freiberuflich als Reiseleiter und Naturfotograf. Der gebürtige Moskauer spricht sehr gutes Deutsch. Er lernte es in Schule und Universität und auch durch seine Vorträge, die er seit mehr als 20 Jahren in deutschsprachigen Ländern hält.  red

Experten-Interview zu Eisbären: Ist alles noch viel schlimmer? Der Klimawandel führt zum Aussterben der Eisbären, aber es gibt einige weitere Aspekte, die diese Entwicklung beschleunigen. Erschreckend ist, dass möglicherweise noch weniger Eisbären existieren als vermutet wird. Ein Interview mit einem ehemaligen Arktis-Expeditionsleiter.

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