Junge Artisten und Dompteure im Mitmachzirkus

Edertal: "Manege frei" für 274 Grundschüler

 Jungen und Mädchen der Grundschule Edertal zeigen in der Manege, was sie im Mitmachzirkus Baldini gelernt haben. Foto: Jörg Schade

Edertal – Manege frei im Zirkus Baldini: Im Zelt vor der Großsporthalle der Gesamtschule öffnet sich Freitag, 1. November, um 16 Uhr der Vorhang zu einer ersten von drei Vorstellungen.

Die Show gestalten allerdings nicht die Profis, sondern die Jungen und Mädchen der Grundschule Edertal.

Schon seit Montag dreht sich für die 274 Schülerinnen und Schüler in einer Projektwoche alles ums Thema Zirkus. Zwei Stunden pro Tag bereiten sie sich auf den großen Auftritt vor Eltern, Großeltern und Gästen im bis zu 500 Personen fassenden, beheizten Zirkuszelt vor.

Ob Drahtseilartist, Trapezkünstler, Trampolinspringer, Hundedompteur oder Clown – mit Begeisterung schlüpfen die Kinder in die Rollen ihrer professionellen Vorbilder und freuen sich auf den großen Auftritt im Zirkuszelt. „Das ist die schönste Woche in vier Jahren Grundschule“, meint die neunjährige Lara Spangenberg.

Alle vier Jahre lädt die Grundschule Edertal einen Mitmachzirkus ein. Ein Projekt, das nach den Worten von Schulleiterin Dörte Grell Selbstständigkeit der Kinder, das Gemeinschaftsgefühl und neue Talente fördert. „Die Kinder machen ganz neue Erfahrungen, sie springen über ihre Schatten – und sind dennoch äußerst diszipliniert“, so die Erfahrungen der Rektorin.

Betreut bei Vorbereitung und Aufführungen werden die Nachwuchsartisten von einem erfahrenen, pädagogisch geschulten Team um Zirkusdirektor Rocky Krämer. Er führt den 1954 von seinem Großvater in Hamburg gegründeten Zirkus Baldini dritter Generation. Der Zirkus, der einst mit einem attraktiven Programm, mit Löwen, Tigern und sogar Elefanten durchs Land zog, widmet sich seit dem Jahr 2006 verstärkt der Arbeit mit Kindern.„In der besonderen Zirkusatmosphäre lernen die Kinder spielerisch, neue Lernziele zu erreichen. Sie zeigen, was in ihnen steckt“, sagt Rocky Krämer. Und: „Hier geht es nicht um artistische Höchstleistungen, sondern die Lust an Spiel und Bewegung. Die Kinder sollen einfach Spaß haben.“

Finanziert wird das Zirkusprojekt es aus einem Teilerlös des Sponsorenlaufs, einem Zuschuss des Fördervereins und aus dem Verkauf von Würstchen, Kaffee und Kuchen. Dörte Grell: „Wir hoffen, dass dabei noch einiges rüberkommt.“

In drei Shows werden die Jungend und Mädchen am 1. und 2. November zeigen, was sie im Laufe der Woche gelernt haben. Die Aufführungen beginnen am Freitag  um 16 und um 18 Uhr sowie am Samstag um 11 Uhr.

VON JÖRG SCHADE

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