Coronavirus im Kreis Waldeck-Frankenberg

Trotz Corona: Erneuter Besucherandrang am Edersee: Gemeinde verschärft Regeln 

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Menschenleere Stege: Ein einzelnes Boot auf dem Wasser. Unter Rahmenbedingungen wie auf diesem Archivbild ist Segeln aus Sicht der Edersee-Gemeinden auch in Corona-Zeiten kein Problem und widerspricht den Vorgaben zu Kontakteinschränkungen nicht.

Wegen der Corona-Pandemie gelten verschärfte Regeln am Edersee (Hessen). Am Wochenende waren dort wieder große Menschentrauben zu sehen.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus. Im ganzen Land wurde ein Kontaktverbot erlassen.
  • Trotzdem gab es am Wochenende einen Besucherandrang am Edersee in Nordhessen.
  • Darauf reagiert die Gemeinde Edertal jetzt mit verschärften Regeln.

Edersee – Nach dem erneuten Besucherandrang am Edersee verschärft die Gemeinde Edertal die Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie

Die Imbisse an der Sperrmauer müssen ihren Verkauf einstellen, und die Wohnmobil-Stellflächen in Hemfurth und am Rehbach werden gesperrt. Wenn das immer noch nicht ausreicht, werden alle Edertaler Parkplätze am Edersee geschlossen, kündigt Bürgermeister Klaus Gier an.

Trotz Corona: Wieder Menschentrauben am Edersee - Von Sicherheitsabstand keine Spur

Das sonnige Wetter lockte am Samstag wieder zahlreiche Besucher an den Edersee in Nordhessen. Passanten berichteten von Menschentrauben an den Imbissen – von Sicherheitsabstand keine Spur. Darauf hat die Gemeinde Edertal jetzt reagiert. „Es findet dort ab sofort kein Verkauf mehr statt“, betont Gier.

Stark frequentiert waren auch die Wohnmobil-Stellflächen. „Wenn man zwar zu zweit unterwegs ist, sich dann aber bei schönem Wetter in Gruppen zusammensetzt und feiert, ist das nicht im Sinne der Sache“, sagt der Edertaler Bürgermeister. Um diese Kontakte zu verhindern, sperrt die Gemeinde Edertal ihre Wohnmobilplätze.

Um den gesamten Besucherstrom am Edersee einzudämmen, sollten ursprünglich auch die Pkw-Parkplätze gesperrt werden. Darauf wird vorerst in Absprache mit den Bürgermeistern der anderen beiden Anrainerkommunen, Karsten Kalhöfer (Vöhl) und Jürgen Vollbracht (Waldeck), zunächst verzichtet, sagt Gier. „Wir werden das aber genau beobachten und notfalls nachjustieren, wenn die bisherigen Maßnahmen nicht helfen.“

Dringender Appell: Kein Besuch an den Hot-Spots am Edersee

Im Namen seiner beiden Amtskollegen appelliert er dringend, auf einen Besuch der Hot-Spots am Edersee zu verzichten und Menschenansammlungen unbedingt zu vermeiden. „Wenn viele kommen, dann gibt es bei manchen Punkten Engstellen – das ist nicht gewollt.“

In Südhessen seien bereits einige Innenstädte gesperrt, um Verstöße gegen den Infektionsschutz zu vermeiden. Das müsse als letztes Mittel auch für Bereiche des Edersees in Erwägung gezogen werden, wenn die Regeln nicht befolgt werden.

Angeln und Segeln mit privaten Booten ist noch erlaubt

Die Wasserfläche des Edersees sei derzeit nicht von Verboten betroffen. „Da gibt es derzeit auch gar keine Probleme“, beobachtet der Bürgermeister. Angler und Segler dürfen weiterhin ihren Hobbys nachgehen, sofern sie dies mit ihren privaten Booten tun und die allgemeinen Sicherheitsvorschriften beachten, betont Gier. Gewerbliche Schiffsfahrten oder Bootsverleih indes seien verboten.

Auf Kontaktvermeidung sei unbedingt zu achten. „Wenn es an den Stegen oder sonst irgendwo zu Gruppenbildungen kommt, müssen wir einschreiten."

Von Claudia Höhne

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