Dornenreicher Arbeitseinsatz wie am Schloss von Dornröschen

„Dolles Dorf“-Team schneidet an Ruhebänken Sicht auf Affolderner See frei

Sicht auf Affolderner See frei geschnitten: (von links) Wolfgang Seibel, Jürgen Kubitza und Kurt Sunkowsky.
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Freien Blick auf den Affolderner See geschaffen: (von links) Wolfgang Seibel, Jürgen Kubitza und Kurt Sunkowsky.

Spaziergänger und Angler haben von den Ruhebänken aus wieder freien Zugang zum und freie Sicht auf den Affolderner See. Dank der Ruheständler vom „Dolles Dorf“-Team.

Affoldern – Als würde man sich nach Monaten zum ersten Mal wieder die Brille putzen: Einen solchen Aha-Effekt erzeugt die Truppe vom „Dollen Dorf“, kurz Do-Do-Team, am Affolderner See nach ihrem aktuellen Arbeitseinsatz. An mehreren Nachmittagen in insgesamt rund 40 Arbeitsstunden schnitten sechs Ruheständler der Gruppe die zugewucherten Uferbereiche vor den Sitzbänken am Fuß- und Radweg neben der Draisinenstrecke frei.

Das wuchsfreudige Gewirr aus Heckenrosen und Brombeerbüschen hätte Modell stehen können fürs Märchen vom Dornröschen und verlangte den Männern mit ihren Motorsägen, -sensen, Astscheren, Harken und Forken alles ab. Die Dornenpflanzen verstellten nicht nur Spaziergängern und Radfahrern in einer Pause am Ufer den Blick auf den See.

Vor dem Freischneiden an der letzten Bank: (von links) Karl-Heinz Dietz, Heinrich Pfeil und Willi Leithäuser.

„Uns war vorher gar nicht bewusst, wie sehr dieser Bewuchs die Angler beeinträchtigt“, erklärt Karl-Heinz Dietz vom DoDo-Team. Die Angelfischer suchten sich irgendwo jenseits der Bänke mühsam einen Weg zum Ufer.

Jetzt, da wieder freier Zugang und freie Sicht herrschen, werden die Bänke sofort und sehr intensiv genutzt, hat Dietz beobachtet. Vor vier Jahren mauerten die ehrenamtlichen DoDo-Aktiven die Podeste vor den Bänken, vor zwei Jahren nahmen sie sich die Sitzgelegenheiten selbst vor.

Das Freischneiden als zentrales Arbeitsprojekt 2020 beendet das gründliche Aufmöbeln der Bänke. Drei Transporter voll Grünabfall kamen dabei zusammen. Sehr froh sind die Ehrenamtlichen dabei über die unbürokratische und rasche Hilfe des Edertaler Bauhofleiters Jörg Büddefeld und seiner Mitarbeiter: „Eine Mail hat ausgereicht, und der Abtransport klappte reibungslos“, sagte Dietz abschließend. (Matthias Schuldt)

Vor dem Freischneiden an der letzten Bank: (von links) Karl-Heinz Dietz, Heinrich Pfeil und Willi Leithäuser.

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