Erster Schritt auf dem Weg zur virtuellen Wiederauferstehung der untergegangenen Dörfer

Edersee-Atlantis taucht bei Bringhausen aus dem vollen See auf

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Die Geplante virtuelle Wiederauferstehung der untergegangenen Dörfer spiegelt sich in erster Info-Tafel wider.

Bringhausen. Edersee-Atlantis entschleiert sein Antlitz selbst bei voller Talsperre und lädt Gäste ein, die Vergangenheit der untergegangenen Dörfer nachzuerleben. Das ist die Vision einer agilen Gruppe von Bringhäusern, und das erste Etappenziel erreichten sie am Ostersamstag.

Mit Bürgermeister Klaus Gier enthüllten Klaus-Peter Wenzel, Matthias Schlote und Ortsvorsteher Heinz-Wilhelm Hilberg als Initiatoren eine große, durchsichtige Tafel an der „Endstation“. Sie zeigt die Dorfansicht von Alt-Bringhausen, perspektivisch exakt gezeichnet von der Illustratorin Iris Rossbach – so, als stünde man um das Jahr 1900 an dieser Stelle. 

Auf dem Wasserspiegel als Hintergrund erscheint der untergegangene Ort. Ein QR-Code führt den Besucher per Smartphone zu weiteren Informationen. Dieses Angebot im Netz will die Gruppe ausweiten. „Das Besondere ist die Anbindung an die Satellitenortung GPS“, erklärt Hilberg. So soll es möglich werden, vom Segelboot aus virtuell über die Straßen von Altbringhausen zu schweben.

Dazu gibt es Infos über das Leben im damaligen Dorf, fußend etwa auf den „Bringhäuser Schnurren“ von Klaus-Peter Wenzel. „Interessant wäre es zu erfahren, wer unter welchen der nummerierten Grabplatten des Altbringhäuser Friedhofes begraben lag.“, meinte Schlote. Der große Wunsch des Trios besteht darin, dass am Ende das gesamte Atlantis mit Berich, Altbringhausen und dem alten Asel auf diese Weise wieder aufersteht.

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