Nach dem Lauf auf ein Bier mit Spitzenläufern Irina Mikitenko und Arne Gabius

Traum erfüllt: Edersee Runners beim Marathon in New York

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Die Skyline im Rücken: Für ein Erinnerungsfoto posierten Franzi Dietz und Martin Tönges nach einem Lauf im New Yorker Central Park für den Bad Wildunger Sportfotografen Norbert Wilhelmi.

Edersee/New York – Einmal am New York Marathon teilnehmen – für viele Läufer ist das ein Traum. Den haben sich jetzt Franzi Dietz und Martin Tönges von den Edersee Runners erfüllt.

Sie waren mit rund 52 000 anderen Sportbegeisterten am Start im „Big Apple“ beim größten klassischen Marathon der Welt.

Für Franzi Dietz war es der erste Lauf in New York City, Martin Tönges ging bereits zum zweiten Mal dort an den Start. Mit einer Reisegruppe kamen die Bad Wildungerin und der Edertaler am Mittwoch vor dem Lauf in der Millionenmetropole an und erkundeten zuerst den Times Square. „Die Eindrücke waren überwältigend“, sagt Franzi Dietz. „Laut, schnell, bunt, schrill – genauso, wie man sich den Times Square vorstellt.“

Am Donnerstagmorgen schnürten sie zum ersten Mal die Laufschuhe für einen „Morning Run“ im Central Park. Für die beiden Waldeck-Frankenberger ein besonderes Erlebnis mit spektakulären Aussichten. „Zwischen vielen Bäumen und Grün ragten die Spitzen der Wolkenkratzer empor.“ Ebenfalls beeindruckend für die beiden: Ein Besuch am 9/11-Memorial an diesem Tag.

Laufen mit der Skyline von New York im Hintergrund.

Auch am Freitagmorgen stand ein Lauf auf dem Programm, Dietz und Tönges machten eine lockere Runde von Manhattan nach Brooklyn, bevor es am Nachmittag bei einer Schiffstour rund um Manhattan ging. Mit dabei: Die beiden früheren Langstreckenläufer Herbert Steffny und Wolfgang Münzel, die viele Tipps für den anstehenden Marathon gaben. Der wurde am Abend mit dem Feuerwerk der Parade of the Nations eröffnet. Das Spektakel verfolgten die beiden Läufer vom Empire State Building aus.

Ein besonderer Fünf-Kilometer-Lauf stand am Tag vor dem Marathon an. Unter dem Motto „Dash to the Finish Line“ konnten alle Interessierten – auch die, die nicht beim großen Lauf starteten – mitmachen und den Zieleinlauf genießen. Vom Hauptquartier der Vereinten Nationen ging es zur Ziellinie. Mit einem Besuch am Rockefeller Center endete der Tag für Dietz und Tönges, denn schon um 4.45 Uhr klingelte der Wecker am Sonntag.

Auf ihrer Instagram-Seite zeigen die Edersee Runners viele Fotos aus NYC.

Drei Stunden Warten waren zunächst im Startbereich des Marathons auf Staten Island angesagt, bevor zum Lied „New York, New York“ von Frank Sinatra um 10.30 Uhr der Startschuss fiel. „Die Stimmung war überragend“, sagt Martin Tönges. Trotz Temperaturen von nur knapp über null Grad seien Helfer, Zuschauer und Polizisten bester Laune gewesen. Viele hätten Plakate mit Motivationssprüchen hochgehalten, die Läufer angefeuert und abgeklatscht. „So verging die Zeit wie im Flug und wir waren überrascht, wenn bereits wieder eine Meile geschafft war.“ Schon am Halbmarathonpunkt seien die Läufer gefeiert worden, als hätten sie bereits das Ziel erreicht.

Geschafft: Martin Tönges und Franzi Dietz mit der Medaille vom Marathon.

Unter anderem führte die Route durch die Bronx und über die bekannte 5th Avenue in Manhattan. „Dort gaben die Zuschauer alles und trugen uns mit ihrem Jubel den letzten schweren Anstieg hoch zum Central Park.“ Kurz vorm Ziel sei das Kreischen der Zuschauer nahezu ohrenbetäubend gewesen. „Zwar waren die Beine schwer und müde, aber der Kopf noch topfit.“ Im Ziel seien die Teilnehmer herzlich empfangen worden, es gab Verpflegung und Medaillen.

Der anschließende Weg zum Hotel war für die Wildungerin und den Edertaler ein Höhepunkt: „Jeder Läufer wurde gefeiert wie ein Held. Fremde Menschen gratulierten und umarmten uns und waren voller Freude.“

In einem Pub klang der Tag für die Reisegruppe aus – zusammen mit den bekannten deutschen Läufern Arne Gabius, der den elften Platz gemacht hatte, und mit Irina Mikitenko.

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