Gemeinde reagiert auf Nachfrage

Edertal: 40 neue Bauplätze in drei Dörfern

Bauplätze im Edertal sind Mangelware: Das soll sich ändern. In Lieschensruh, Bergheim und Wellen soll Bauland erschlossen werden. Foto: Schuldt

Edertal. Die Gemeinde Edertal schafft rund 40 neue Bauplätze, weil keine mehr zur Verfügung stehen.

Das beschloss das Parlament in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich. Es reagiert damit auf den Bedarf, den speziell junge Familien angemeldet haben.

25 Grundstücke werden in Lieschensruh „Auf dem Nebeler“ mit Blickrichtung Bergheim erschlossen. Fünf am Bergheimer Schützenhaus kommen hinzu. Zehn Bauplätze sind in Wellen zwischen dem Sandbusch- und dem Rundweg vorgesehen.

Unter Vorbehalt soll Platz für drei weitere Häuser geschaffen werden auf der nicht benötigten Erweiterungsfläche des Wellener Friedhofs. Zuerst wollen die Gemeindevertreter hier aber warten, zu welchem Ergebnis die laufenden Beratungen der Friedhofskommission gelangen. Denn die Gemeinde erwägt das Schaffen eines „Friedparks“, weil sie keine Möglichkeit hat, einen Friedwald einzurichten. Für einen Park als Alternative käme entweder die Wellener Erweiterungsfläche oder der Bergheimer Friedhof in Frage.

Im Grundsatz waren sich alle Fraktionen der Gemeindevertretung beim Schaffen der neuen Bauplätze einig. Weil für die Gebiete in Lieschensruh und Bergheim aber Flächennutzungspläne geändert werden müssen, schlug die SPD vor, diese Pläne in einem Abwasch für die gesamte Gemeinde unter die Lupe zu nehmen. „Auch mit Blick auf das Schaffen von Gewerbeflächen“, erläuterte Markus Jungermann für seine Fraktion.

Die übrigen Parteien lehnten diesen Vorstoß ab, weil es das Ausweisen der gewünschten Bauplätze um Monate verzögern würde. Rainer Pfeffermann (Grüne) unterbreitete einen Kompromissvorschlag: das Ausweisen der genannten Gebiete sofort anzugehen und parallel in den Fachausschüssen das Überarbeiten der Flächennutzungspläne zu beginnen. Die SPD bestand auf ihrer Idee, setzte sich aber in der Abstimmung nicht durch. In Bezug auf Wellen fielen die Beschlüsse einstimmig, weil dort die bestehenden Flächennutzungspläne ausreichen.

Bürgermeister Klaus Gier machte deutlich, dass der Gemeindevorstand bei der Auswahl der Flächen auf niedrige Erschließungskosten geachtet habe. Sie liegen samt und sonders neben bestehenden Siedlungen mit deren Infrastruktur. 

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