Gemeindevorstand soll Vorschlag erarbeiten

Edertal: Aufbau einer neuen Marketing-Struktur für den Tourismus vorantreiben

Neues Konzept gefragt: Für den Edersee wird mit Edersee Touristic und den Städten Bad Wildungen, Fritzlar, Waldeck eine andere Marketing-Struktur angepeilt. Foto: Schuldt

Edertal – Die Gemeindevertretung will den Aufbau einer neuen Marketing-Struktur für den Tourismus in der Region beschleunigen. Einstimmig überwiesen die Parlamentarier einen Antrag der Grünen dazu in den zuständigen Fachausschuss.

Der Antrag fordert den Gemeindevorstand auf, mit den Gesellschaftern der ET und den angegliederten Partnern einen Vorschlag über eine neue Struktur zu erarbeiten, die Bad Wildungen, Fritzlar und Waldeck einbezieht.

„Bereits 2017 wurden die Ansätze dazu in der Gemeindevertretung vorgestellt. Es hieß damals, das Vertragswerk müsse praktisch nur noch dem Notar vorgelegt werden“, erinnerte Grünen-Fraktionsvorsitzender Rainer Pfeffermann. Passiert sei seitdem aber nichts, kritisierte er. „Es ist aber wichtig, dass wir in der Vermarktung des Edersees an einem Strang ziehen“, bekräftigte er. Die Kommunen am Edersee und die Städte Bad Wildungen und Fritzlar ergänzten sich in ihren Angeboten. Pfeffermann verwies zudem auf einen Beschluss der Waldecker Stadtverordneten aus dem vorigen Jahr, der in dieselbe Richtung ziele.

Karl-Heinrich Neuschäfer unterstützte namens der SPD den Vorstoß der Grünen: „Im dritten Quartal und spätestens bis zum Jahresende sollten wir Nägel mit Köpfen gemacht haben.“

In einem zweiten Antrag zum Thema Tourismus schlug die Fraktion „WIR Edertaler“ zudem vor, den Geschäftsführer der Edersee-Touristic, Claus Günther, zu einer Fachausschuss-Sitzung im zweiten Quartal 2019 einzuladen.

„Ziel soll es sein, die neuen Ideen und Anregungen für die nächsten Jahre sowie die personelle Ausrichtung und Stellenbeschreibungen zu kennen und wohlwollend begleiten zu können“, präzisierte Fraktionschef Holger Blume. Unter anderem interessiert ihn, wie die kleineren Gastgeber mit Angeboten unter 10 Betten künftig in die Tourismus-Statistik Eingang finden könnten. Denn vom Statistischen Bundesamt werden nur die Zahlen von Hotels und Pensionen oberhalb dieser Grenze erhoben.

Die Gemeindevertreter nahmen den Antrag ebenfalls einstimmig an. 

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