Aus dem Gemeindeparlament

Edertal: Biber, Holz und Fernsehfilm

Der Eder-Radweg soll attraktiver werden: Er wird nicht nur bei der Eder-Bike-Tour am Edersee rege genutzt (im Archivbild ein Fotostopp auf dem Affolderner Damm) sondern täglich so stark frequentiert wie kein anderer Radweg im Edertal. Foto: Archiv

Edertal. In nur 45 Minuten arbeitete das Edertaler Gemeindeparlament die fünf Punkte umfassende Tagesordnung der jüngsten Parlamentssitzung unter der Regie von Parlamentsvorsteher Joachim Schmolt ab.

Eine Reihe von Mitteilungen gab Bürgermeister Klaus Gier bekannt.

Wasserstaustelle. Die Sparkassenversicherung hat der Gemeinde für den Kauf einer 2000 Euro teuren mobilen Staustelle – genannt Biber – einen Zuschuss von 80 Prozent zugesagt.

Dreharbeiten am Edersee. Im Oktober sind für eine sechsteilige Miniserie des ZDF Dreharbeiten rund um den Edersee geplant. Drehorte werden kurzzeitig abgeriegelt, darunter auch der Bereich Sperrmauer-Ostseite. Gier: „Hierfür wird es zeitweise notwendig werden, Parkplatzflächen sowie Fuß- und Radwege zu sperren.“

Ederradweg. Auf Initiative des Landkreises soll der Eder-Radweg um touristische Angebote aufgewertet werden. Dazu soll eine Kooperationsvereinbarung aller 13 Anliegerkommunen und den Landkreisen geschlossen werden. Ein Arbeitskreis soll den Bedarf ermitteln und Fördermaßnahmen bewerben. „Der Ederradweg ist ganz klar der bedeutendste Radweg in der Gemeinde Edertal“, betonte Gier.

Hessenkasse. Das Land Hessen hat ein Förderprogramm Hessenkasse aufgestellt, aus dem finanz- oder strukturschwache Kommunen entweder ihre Kassenkreditschulden tilgen oder eine Investitionsförderung bekommen können. Die Gemeinde Edertal hat laut Bürgermeister Gier letztmalig in 2014 einen Kassenkredit in Anspruch genommen und „befindet sich seitdem grundsätzlich in einem stabilen Finanzzustand“. Somit stehe für die Gemeinde ein Investitionskontingent von rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Antrag zur Teilnahme an dem Programm wurde nach Beschluss des Gemeindevorstands gestellt. Für den erwarteten Eigenanteil von 160 000 Euro ist ein zinsfreies Darlehen vorgesehen, das innerhalb von zehn Jahren zu tilgen ist.

Holzverkauf. Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben darf Hessen Forst ab dem Jahr 2019 für Kommunen ab 100 Hektar keine Holzvermarktung mehr übernehmen, die Gemeinde Edertal hat 1000 Hektar. Laut Gier ist angedacht, zusammen mit der Domanialverwaltung eine eigene Verkaufsorganisation aufzubauen. Nach einem Übergangszeitraum soll dies bis zum 1. Oktober 2019 umgesetzt werden. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit ein Konzept als Grundlage für die notwendigen Beschlüsse der Kommunen. Darüber werde ausführlich in einer der nächsten Ausschusssitzungen berichtet, kündigte der Bürgermeister an.

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