Trockener Sommer hat Spuren hinterlassen

Edertal: Ersatz für abgestorbene Obstbäume

Sie brauchen Pflege, wie einen regelmäßigen Rückschnitt im Winter, geben Natur und Mensch aber im Gegenzug viel zurück: Obstbäume, hier an der Straße zwischen Wellen und Wega.

Edertal – Der trockene Sommer 2018 hat Spuren in der Kulturlandschaft Edertals hinterlassen. So musste die Gemeinde abgestorbene Obstbäume fällen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Auf Antrag der Fraktion „WIR Edertaler“ berät der zuständige Fachausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen darüber, ob die Gemeinde Ersatz anpflanzen lässt.

„Obstbäume und andere Gehölze in der Flur und entlang der Straßen prägen die Edertaler Landschaft entscheidend mit“, begründete Fraktionsvorsitzender Holger Blume den Antrag. Dieser beziehe sich zwar ausdrücklich auf Obstbäume; gemeint seien jedoch auch Bäume anderer Art, Sträucher oder Heckenpflanzen, speziell solche, die Vögeln als Nist- und Nährgehölze dienen.

„Ein neuer junge Baum kostet die Gemeinde summasummarum etwa 100 Euro“, rechnete Blume vor. Das seien überschaubare Ausgaben, die sich über die Haushaltsstelle „Naturschutzförderung“ oder „Land- und Forstwirtschaft“ finanzieren ließen.

Markus Jungermann (SPD) begrüßte die Idee im Grundsatz und verwies auf die mannigfaltigen Aktivitäten des Edertaler Naturschutzbundes. „Sicherlich ist es in diesem Zusammenhang aber sinnvoller, Streuobstwiesen anzulegen als neue Obstbäume entlang der Straßen zu platzieren“, fügte er hinzu.

Die Straßen-Obstbäume seien zu Zeiten gepflanzt worden, als vornehmlich noch Fuhrwerke unterwegs waren. Beim heutigen Verkehr gerieten Tiere, die von den Früchten angezogen würden, in Gefahr, überfahren zu werden. Darum gehe man von Obstgehölzen an Straßen ab. Solche und ähnliche Details werden im Ausschuss besprochen. Bei zwei Gegenstimmen überwies das Parlament mit großer Mehrheit den Antrag ins Fachgremium.

Karl-Heinz Schäffer (CDU) begründete auf Nachfrage, weshalb er beispielsweise den Vorstoß von „WIR Edertaler“ ablehnte: „Der Naturschutzbund kümmert sich sehr intensiv um das Thema Obstbäume und in diesen bewährten Händen sollte die Gemeinde das meiner Meinung nach auch belassen.“

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