Planungsausschuss für strikte Vorschriften:

Blockbohle und Klinker sollen im neuen Bergheimer Baugebiet verboten sein

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Bislang strikte Vorgaben vorgesehen: das geplante Wohngebiet oberhalb des „Schlossblicks“.

Edertal – Geht´s nach dem Planungsausschuss, bleiben im geplanten Neubaugebiet am Bergheimer Schützenhaus sowohl Klinkerfassaden als auch Blockbohlenhäuser verboten.

Der Entwurf der Verwaltung sieht das vor. Ein Antrag im Gremium, die Vorschriften weniger strikt zu fassen, scheiterte bei Stimmenpatt und einer Enthaltung. Allerdings liegt die letztgültige Entscheidung darüber bei der Gemeindevertreterversammlung.

Bergheims Ortsvorsteher Stefan Schröder (FWG) hatte die Frage gestellt: „Kann man nicht einfach die Vorschriften vom benachbarten Baugebiet 'Schlossblick' übernehmen?“ Diese ließen den Häuslebauern größere Spielräume. „Man muss die Fehler der Vergangenheit ja nicht wiederholen“, meinte jedoch Ralf Bender (SPD) und erhielt Schützenhilfe von seinem Fraktionskollegen und Ausschussvorsitzenden Markus Jungermann: „Wozu stellt eine Gemeinde dann noch einen Bebauungsplan auf? Wir leben weder in Kanada, wo Blockhäuser zum Erscheinungsbild gehören, noch haben Klinker bei uns Tradition.“ Gemeindebeigeordnete Annegreth Schultze-Ueberhorst (SPD) gab demgegenüber zu bedenken, dass es bei den Bürgern auf geringes Verständnis stoße, wenn auf der einen Straßenseite schärfere Vorschriften gälten als in der gegenüber liegenden Nachbarschaft. Diese Haltung vertrat auch Rainer Pfeffermann von den Grünen.

Weniger Diskussionsstoff lieferten die Pläne für das vorgesehene neue Wellener Wohngebiet westlich des Grabens am Grundweg. In sieben Teilzonen sei es mit seinen 23 Grundstücken aufgeteilt, erläuterte Bauamtsleiter Alexander Paul: „In der Mitte ist als Begegnungsort ein Aufenthaltsbereich mit Spielgeräten vorgesehen. Das Gebiet soll den Charakter eines eigenen Viertels bekommen.“ Eine Detailregel, die der Ausschuss großzügiger fasste: Neben roten Dachziegeln werden auch graue und anthrazitfarbene erlaubt.

Die Abgeordneten unterhielten sich über die Bepflanzung in den Randbereichen des Baugebietes. Nach kurzer Diskussion gelangten sie zu dem Schluss, sowohl Obstbäume als auch Hecken zuzulassen.

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