2017 keine sehr großen Einsätze

Edertaler Feuerwehren einsatzbereit in einer herausfordernden Zeit

Gruppenbild im Foyer der Gemeindeverwaltung Edertal: die geehrten, ausgezeichneten, beförderten oder ernannten Feuerwehrleute, gemeinsam mit Gratulanten. Foto: Schuldt

Edertal. 2017 war, bezogen auf die Schwere der Einsätze, ein ruhigeres Jahr für die Edertaler Brandschützer als 2016. Die Rückschau bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung fokussierte sich so auf die grundsätzlichen Herausforderungen, welche die Gemeinschaft der freiwilligen Feuerwehren und die Gemeinde Edertal in den nächsten Jahren bewältigen müssen.

Ein ins Alter geratender Fuhrpark, etliche überalterte Feuerwehrgerätehäuser und aus Sicht der Kommunen zu niedrige Landeszuschüsse stehen steigenden Gesetzesansprüchen an Brandschutz, Feuerbekämpfung und Hilfeleistung gegenüber. Das thematisierten Bürgermeister Klaus Gier und Michael Rese, der als Stellvertreter im Namen des erkrankten Gemeindebrandinspektors Dirk Rübsam Bericht erstattete.

Elf Feuerwehrfahrzeuge wurden in den 1990er Jahren angeschafft, haben also bald ausgedient. Der Baustart für das Feuerwehrgerätehaus Hemfurth-Edersee steht in den nächsten zwei Monaten an. Statt 1 Million Euro laut erster Schätzungen vor einigen Jahren muss die Gemeinde nach aktueller Lage mit 1,4 Millionen Euro an Investitionen dafür rechnen, teilte der Bürgermeister mit.

„Das Land erkennt viele Kosten nicht als förderfähig an, sodass die Zuschüsse häufig deutlich niedriger ausfallen als 30 oder 40 Prozent“, rechnete Gier vor und bat daher um Geduld bei der Ausstattung der Wehren.

Steigende Anforderungen

Zugleich forderte er wieder mehr Unterstützung aus der Landeshauptstadt, „denn die Kosten kommen nicht etwa zustande wegen luxuriöser Ausführungen, sondern weil strengere Vorschriften höheren Aufwand erfordern.“

Gerätehäuser wie in Böhne oder Anraff erfüllen die modernen Vorgaben so längst nicht mehr. Ähnlich verhält es sich mit den Autos. Michael Rese mahnte an, nicht zu lange zu warten, sondern jetzt zu beginnen, die alten Fahrzeuge nach und nach durch neue zu ersetzen.

Beim Atemschutz fit bleiben

Zugleich nahm er die Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen in die Pflicht mit Blick auf die Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräteträger. Sie müssen regelmäßige Untersuchungen, Schulungen und Spezialtraining absolvieren, um als offiziell einsatzbereit zu gelten: „Bei Landesbezuschussungen für neue Fahrzeuge und Gerätehäuser wird nur geschaut, ob genug Atemschutzgeräteträger alle Auflagen erfüllen.“

Wer führt den KreisVerband?

Damit der Brandschutz in der Politik Gehör findet, bedarf es zudem der Arbeit etwa des Kreisfeuerwehrverbandes. Michael Rese würdigte noch einmal das Engagement des 2017 verstorbenen Vorsitzenden Manfred Hankel. Kommissarisch hat Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick den Vorsitz inne. Am 11. März sind die Edertaler Wehren Gastgeber der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes. „Noch ist keine Nachfolge gefunden. Vielleicht ist aus unseren Reihen jemand bereit, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen“, appellierte Rese.

Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Potthoff schloss sich an. Er überbrachte in dreifacher Funktion Grüße des Verbandes, für den Kreisbrandinspektor und die Nachwuchsabteilungen, um gemeinsam mit Bürgermeister und stellvertretendem Gemeindebrandinspektor Ehrungen vorzunehmen.

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