1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Edertal

Edertaler Parlament ebnet Weg zu 17 neuen Baugrundstücken

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Schuldt

Kommentare

null
Die Edertaler Gemeindevertreter beschlossen die nächsten Schritte zur Ausweisung von zweien der bis zu vier neuen, angepeilten Baugebiete in Bergheim und Wellen. Symbol-Foto: Archiv

Edertal. Die Gemeindevertreter haben die nächsten Schritte für zwei neue Baugebiete beschlossen: eines mit sechs Parzellen neben dem Bergheimer Schützenhaus, eines mit elf Stücken am Wellener „Sandbusch“.

Die Größen liegen zwischen 650 und 720 Quadratmetern in Bergheim sowie zwischen 700 und 1000 Quadratmetern in Wellen. Für beide Gebiete liegen etwa ein halbes Dutzend Anfragen vor.

Die Kaufpreise für die neuen Edertaler Baugrundstücke

Der Kaufpreis pro Quadratmeter beträgt in Bergheim 69 Euro, in Wellen je nach Lage 49 Euro, 539 Euro oder 75 Euro. Bei der Vermarktung werden auch die Richtlinien der Gemeinde zur Familienförderung angewandt.

Um den Weg für die Bauherrn frei zu machen, lassen die Gemeindevertreter etwa den Flächennutzungsplan (FNP) für die sechs Parzellen neben dem Bergheimer Schützenhaus ändern. Die SPD stimmte in diesem Fall dagegen. Sie meint , dass Edertal mit Blick auf die künftige Bau-Entwicklung den FNP für die gesamte Gemeinde entweder für etwa 60 000 Euro fortschreiben oder für 125 000 Euro gleich neu aufstellen sollte. Zentrales Argument: Kein Stückwerk auf Zuruf, sondern ein Gesamtkonzept für die Zukunft. Nachteil: Die Gemeinde könnte nicht mehr die von der Bundesregierung befristet eröffnete Chance für ein beschleunigtes Ausweisen von Baugebieten nutzen.

Neue Edertaler Baugrundstücke: der Flächennutzungsplan 

Für diese Baugebiete, die sich an bestehende Siedlungsflächen anschließen müssen und nicht größer als 20 000 Quadratmeter sein dürfen, braucht die Gemeinde keine teure, zeitaufwendige Umweltverträglichkeitsprüfung vorzulegen. Diese Regelung gilt aber nur bis zum 31. Dezember 2019. Weil das Umsetzen der SPD-Vorschläge zum Flächennutzungsplan mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, setzten sich die Sozialdemokraten nicht durch. Die übrigen Fraktionen wollen die Gunst der Stunde in Bergheim nutzen. Ohne Bedeutung war diese Diskussion für die elf Grundstücke, die „Am Sandbusch“ in Wellen entstehen. Der existierende FNP erlaubt dort bereits das Bauen. Die Beschlüsse dazu fielen daher einstimmig.

Anlass zur Besorgnis: der Flächenverbrauch für Baugrundstücke

Franz-Josef Göllner (Grüne) verwies auf die Schattenseite: den Besorgnis erregenden Flächenverbrauch in Hessen: „Täglich mehr als 30 000 Quadratmeter! Ab 2020 soll das kaum gesenkt werden auf die Marke von 25 000.“ Mit unbebauten Flächen und unversiegelten Böden müsse jedoch sorgsamer umgegangen werden unter Rücksichtnahme etwa auf Naturschutz oder Grundwasserhaushalt.

Auch interessant

Kommentare