Intensive Beratungen im Planungsausschuss

Edertaler wollen ihre Friedhöfe kostengünstiger betreiben

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Die Edertaler wollen ihre Friedhöfe kostengünstiger und konsequenter verwalten.

Edertal – In der vorigen Gemeindevertreterversammlung hatten die Grünen einen sehr ausführlichen Antrag zu den Edertaler Friedhöfen vorgelegt.

Der Ausschuss Planen, Bauen, Umwelt beriet darüber in seiner jüngsten Sitzung.

An verschiedenen Stellen machten der Ausschussvorsitzende Markus Jungermann (SPD) und weitere Mitglieder deutlich, dass sich die Vorschläge der Grünen in der bestehenden Friedhofssatzung bereits wiederfänden. Nur werden Vorgaben seit Jahrzehnten nicht konsequent umgesetzt.

Dazu zählt das Räumen von Gräbern, bei denen die Liegefrist abgelaufen ist. „Wenn jemand verlängern möchte, sollten wir das in Zukunft stets nur noch in Fünfjahresabschnitten tun“, schlug Holger Blume (WIR Edertaler) überdies mit Erfolg vor. Einig waren sich die Delegierten auch darin, neue Grabfelder in Zukunft nur noch so anzulegen, dass sie für die maschinelle Bearbeitung zugänglich sind. Ziel: die Kosten zu senken

Dieselbe Einigkeit herrschte in der Frage nach dem künftigen Flächenbedarf. „Wir brauchen nicht mehr so große Flächen, weil der Trend weg geht von der Erdbestattung in Särgen“, stellte Franz-Josef Göllner (Grüne) fest. Konsequenz: Nicht mehr benötigte Flächen könnten für Naturschutz oder Landwirtschaft genutzt werden, müssten dann aber auch aus der Berechnung der Friedhofsgebühren herausfallen. Stefan Schröder (FWG) legte als Bergheimer Ortsvorsteher Wert darauf, dass die Art und Weise, wie nicht mehr benötigte Flächen gestaltet werden, in der Hand der Ortsbeiräte liegen solle. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Gleiches gilt für die Pflege der Friedhöfe durch Aktive aus den Orten selbst. Unterschiedlichste Varianten und Regelungen existieren dazu. Arbeit mal ehrenamtlich, mal gegen Bezahlung etwa, machte Bürgermeister Klaus Gier deutlich. Freiwilliges Engagement lasse sich nicht von oben verordnen.

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