Dachständer in Anraff werden abgebaut

Freileitungen haben ausgedient

Anraff - Der Strom fließt längst im Boden, Dachständer sind inzwischen überflüssig. In diesen Tagen baut das Energieunternehmen EWF in Anraff die Freileitungen ab.

Bis 2014 wurden einige Haushalte noch über das Freileitungs-Ortsnetz – das sogenannte Dachständernetz – mit Strom versorgt. Aufgrund der Nachfrage im Ort hatte sich die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) 2012/2013 dazu entschieden, in Anraff ein Erdgasnetz aufzubauen, erläutert Axel Voigt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit wurden gleichzeitig die Haushalte im Freileitungs-Ortsnetz an das Stromkabelnetz angeschlossen. Mitte 2013 begannen die Arbeiten, Mitte 2014 war das Projekt abgeschlossen. Anschließend wurde das Freileitungs-Ortsnetz außer Betrieb genommen. Derzeit bauen Mitarbeiter des Energieversorgers das inzwischen überflüssige Dachständernetz ab. „Die Demontage der insgesamt etwa 30 Dachständer dauert etwa drei Wochen und wird voraussichtlich Mitte August abgeschlossen sein“, erläutert der Unternehmenssprecher. EWF-Mitarbeiter stünden vor Ort bei Fragen zur Verfügung. Besonders bei Unwetter mit Sturm, Regen und Blitzeinschlägen sind Freileitungsnetze auf freiem Feld sowie in Ortslagen anfällig für Versorgungsunterbrechungen. Die EWF investiere deshalb in den Um- wie auch den Ausbau des Kabelnetzes, um in der Region die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und zu verbessern, erläuterte Voigt, „dort wo es sich ergibt, werden Teile des Freileitungsnetzes Stück für Stück durch Kabelnetze ersetzt.“Derzeit umfasst das 1-kV-Freileitungsnetz weniger als fünf Prozent der Ortsversorgungsleitungen. „Der überwiegende Teil ist also bereits verkabelt“, merkte Voigt an. Der Ausbau und die Modernisierung der Stromversorgungsnetze seien auch deshalb notwendig, um die Zunahme der Einspeisung von erneuerbaren Energien in der Zukunft ohne Probleme bewältigen zu können. Von Conny Höhne

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