Neues Zuhause im Wildtierpark

Fuchs-Waisen „Fee“ und „Filou“ werden am Edersee  großgezogen

Julia Schneider kümmert sich besonders um die Jungfüchse. Sie macht gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Wildtierpark und möchte später auch Tierpflegerin werden.
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Julia Schneider kümmert sich besonders um die Jungfüchse. Sie macht gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Wildtierpark und möchte später auch Tierpflegerin werden.

Julia Schneider kümmert sich besonders um die Jungfüchse. Sie macht gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Wildtierpark und möchte später auch Tierpflegerin werden.

Überall in der Natur wachsen in diesen Wochen Jungtiere heran. Manchmal lässt sich das mit eigenen Augen gut beobachten, zum Beispiel am Edertaler Storchennest in Giflitz.  

Bei anderen Tieren spielt sich die Aufzucht der Jungen dagegen im Verborgenen ab. Dazu zählen unsere heimischen Füchse, die wegen ihrer Fellfarbe „Rotfuchs“ genannt werden. Versteckt in einem Bau kommen die Welpen zur Welt und trauen sich erst nach und nach zum Spielen hinaus. Wenn Menschen sich nähern, verschwinden sie schnell unter der Erde. Füchse gelten schließlich als schlau.

So clever sie auch sein mögen – der Autoverkehr stellt eine große Gefahr für sie dar. Jeder kennt den Anblick eines überfahrenen Tieres auf der Landstraße. Was wird nur aus den Kleinen, wenn es sich dabei um eine Tiermutter handelt?

So geschah es vor einigen Wochen auf der Straße zwischen Wega und Wellen. Eine „Fähe“, so heißen Fuchsweibchen, wurde nahe der Ederbrücke überfahren und überlebte den Unfall nicht.

Einige Tage später hörten Spaziergänger sonderbare Geräusche aus einem Busch an der Brücke. Als sie nachschauten, entdeckten sie zwei ganz kleine Füchse, offensichtlich die Jungen der toten Füchsin.

Die Kleinen waren etwa zwei Wochen alt. Die Spaziergänger riefen im Wildtierpark Edersee an und dorthin kamen die Geschwister: Ein Mädchen und ein Junge, wie sich herausstellte. „Das Männchen haben wir „Filou“ genannt, und „Fee“ heißt das Weibchen“, erklärt Tierpfleger Thomas Wagener.

Julia Schneider kümmert sich besonders um die Jungfüchse. Sie macht gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Wildtierpark und möchte später auch Tierpflegerin werden. „Über ein Wochenende hatte ich „Filou“ und „Fee“ sogar bei mir zu Hause“, erzählt sie. Die ganze Familie hatte viel Spaß mit den beiden Fuchsgeschwistern. Schließlich erinnern sie an Welpen von Hunden, mit denen Füchse auch verwandt sind.

„Darum füttern wir sie mit Welpen-Aufzuchtmilch“, erklärt Thomas Wagener.

Auf dem Speiseplan stehen außerdem Feuchtfutter für Katzen, Bananen und Eintagsküken von Hühnern. Mit ihnen werden alle Fleischfresser im Wildtierpark gefüttert. Für die Zuschauer sind die zwei nicht zu sehen. Aber wer weiß, vielleicht zieht „Fee“ später im Fuchsgehege ein. „Filou“ braucht ein anderes Zuhause, weil ihn Wildtierpark-Fuchs „Emil“ nicht dulden würde. Ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass beide Fuchsgeschwister wieder „ausgewildert“ werden, wenn sie erwachsen sind. Sie würden dann wie ihre verstorbene Mutter ihr Leben in Freiheit verbringen – mit allen dazu- gehörigen Gefahren. 

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