Linda Gorschboth aus Wellen startete Aufruf:

Geld fürs Wildunger Tierheim statt fürs Silvesterfeuerwerk

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Pferdeliebhaberin: Linda Gorschboth mit ihren drei Tieren im Sommer an der Eder.

Privates Silvesterfeuerwerk  verbieten? Böller zu bannen geht auch anders: Geld zum Jahreswechsel dem Tierheim zu spenden statt es in Schall und Rauch aufgehen zu lassen.

  • Die Wellenerin Linda Gorschboth spendet seit Jahren für Tiere in Not statt Silvesterfeuerwerk zu kaufen
  • Silvester 2019 suchte sie erstmals Gleichgesinnte über Facebook
  • Ein Kofferraum an Sachspenden fürs Wildunger Tierheim und 65 Euro in bar kamen bei der Aktion zusammen

Bad Wildungen/Wellen – Viele öffentliche Diskussionen ums Silvesterfeuerwerk prägten und prägen zum Jahreswechsel 2019/20 die deutschen Schlagzeilen mit. Forderungen nach Verboten privater Knallerei werden laut, doch es geht auch anders.

Besonders die alte Pferdestute hat Angst vor Böllern

Die Wellenerin Linda Gorschboth hält vier Pferde mitten im Dorf und diese Tatsache bereitet der jungen Frau und den Tieren an jedem Silvester Kopfzerbrechen: „Besonders meine alte Stute hat größte Angst vor Böllern“, berichtet Linda Gorschboth.

Seit etlichen Jahren spendet die Wellener Reiterin deshalb das Geld, was sie vielleicht selbst in Feuerwerk investiert hätte, an Tiere in Not. Zum Jahreswechsel 2019/2020 tat sie das erstmals nicht im Stillen, sondern startete auf Facebook einen Aufruf auf der Suche nach Gleichgesinnten. Das Echo überraschte sie. „Ein ganzer Kofferraum voller Sachspenden und dazu 65 Euro sind zusammengekommen“, freut sie sich.

Die Aktion Silvester brachte einen ganzen Kofferraum voller Sachspenden fürs Wildunger Tierheim ein.

Die Spenden, die aus Wellen, Bergheim und Böhne stammen, brachte Linda Gorschboth mit ihrem Freund Jakob Jöst zum Wildunger Tierheim. In ihrem Aufruf hatte die Pferdeliebhaberin Tipps gegeben, welche Art von Gaben das Heim gebrauchen kann.

Ansporn für "Futter statt Böller" zum Jahreswechsel 2020/2021

Das Team der Einrichtung auf dem Dachsköppel brachte seine Freude über die Aktion und deren Ergebnis ebenfalls auf Facebook zum Ausdruck: „Wir waren erst einmal sprachlos...vielen, vielen Dank!“ Für Linda Gorschboth ist der Erfolg Ansporn, eine vergleichbare Aktion auch zum nächsten Jahreswechsel, hinüber nach 2021 ins Auge zu fassen.

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