Gemeindeparlament setzt Zeichen an den Landkreis

Edertal verabschiedet Resolution zum Erhalt des Wildunger Schlachthofs

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Der Schlachthof in Bad Wildungen. Seit dem Ammoniak-Austritt am 30. Juni 2019 ist er außer Betrieb. Das möchten auch die Edertaler Gemeindevertreter so schnell wie möglich geändert haben.

Edertal/Bad Wildungen – Das Edertaler Gemeindeparlament hat eine Resolution zum Erhalt des Wildunger Schlachthofes verabschiedet.

Die Entscheidung fiel auf SPD-Antrag einstimmig bei zwei Enthaltungen.

Die Abgeordneten hatten das Thema am Donnerstag im Giflitzer DGH kurzfristig auf die Tagesordnung gehoben. Die Beratungen auf Landkreisebene gehen schließlich am Montag weiter. Die Stadt Bad Wildungen bietet die Immobilie dem Landkreis per Parlamentsbeschluss zum Preis von 300 000 Euro an.

„Wir unterstützen die Bemühungen des Kreisausschusses des Landkreises Waldeck-Frankenberg zum Erhalt des Schlachthofes Bad Wildungen“, lautet der zentrale Satz der Edertaler Resolution wörtlich. Noch immer ruhe der Betrieb nach dem Ammoniakunfall von vor einigen Wochen, schrieb die SPD in ihrem Resolutionsentwurf. Der Schlachthof sei aber von besonderer Bedeutung für die landwirtschaftlichen Betriebe der Gemeinde, insbesondere für das Marketing der Direktvermarkter im Haupt- und Nebenerwerb. „Auch im Interesse des Tierwohls ist der Erhalt regionaler Strukturen unerlässlich“, stellt die Gemeindevertretung in der Resolution fest.

„Wir werden überall angesprochen, ob die Anbieter ihre Tiere künftig nach Mengeringhausen bringen müssen“, berichtete Andreas Schaake. Er begründete die Dringlichkeit des Antrages.

Großschlachtereien, die noch weiter entfernt von den Höfen liegen, sind aus Sicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden erst recht keine Alternative. Der Grund: „Auf kleinere Kunden und ihre besonderen Anforderungen gehen sie gar nicht mehr ein.“

Allerdings könne für den Landkreis die Lösung nicht darin bestehen, selbst als Betreiber des Schlachthofes einzuspringen, machte Schaake in diesem Zusammenhang auch deutlich: „Es geht darum, möglichst rasch einen Betreiber für den Betrieb zu finden.“

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