Noch keine Einigung mit Eigentümern der Flächen

Geplanter Radweg zwischen Buhlen und Affoldern auf der Kippe

In 2019 soll die Kreisstraße 34 saniert werden: Ob allerdings der geplante Radweg von Affoldern bis zum Wirtschaftsweg oberhalb von Buhlen/Bahnhof gebaut werden kann, ist noch nicht sicher.

Edertal-Buhlen. Die Planungen für den Radweg entlang der Kreisstraße 34 zwischen Buhlen und Affoldern sind ins Stocken geraten.

„Etwa ein Drittel der Grundstückseigentümer ist nicht bereit, dafür Land zu verkaufen“, informierte Bürgermeister Klaus Gier im Gemeindeparlament. Die Gemeinde Edertal ist im Zuge einer Verwaltungsvereinbarung an dem Verfahren beteiligt.

Die K 34 soll in 2019 vom Abzweig der Bundesstraße 485 bis zum Ortseingang von Affoldern neu gebaut werden. Dabei ist geplant, die Fahrbahn auf 5,50 Meter zu verbreitern. Außerdem soll ab dem befestigten Wirtschaftsweg, der vom alten Bahnhof am Hochbehälter vorbeiführt, ein 2,50 Meter breiter Radweg neben der Fahrbahn bis nach Affoldern angelegt werden.

Ob es dazu kommt, ist indes fraglich, denn beim erforderlichen Grunderwerb gibt es noch keine Einigung mit allen 16 betroffenen Eigentümern. Für den Ausbau der Kreisstraße werden insgesamt 3800 Quadratmeter benötigt, und für den Neubau des kombinierten Rad-/Gehwegs 2900 Quadratmeter.

„In den bisherigen Verhandlungen ist deutlich geworden, dass der reine Straßenausbau wenig Konfliktpotential in sich birgt“, sagte Petra Frömel vom Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises Waldeck-Frankenberg auf WLZ-Anfrage. „Kritisch hingegen sehen einige Verhandlungspartner die Radwegeplanung.“ Ein weiterer Verhandlungstermin werde aber anberaumt.

Ausbau der K 34 zwischen Buhlen und Affoldern kostet 1,3 Millionen Euro

Frömel: „Es ist vorgesehen, Baurecht zu schaffen, indem die Planfeststellung entfällt.“ Dazu müssten alle Beteiligten einverstanden sein. 

Sollte keine Einigung mit den Eigentümern erzielt werden, „muss über das weitere Verfahren neu entschieden werden“, merkte Frömel an. „Gegebenenfalls kann ein Ausbau ohne Rad-/Gehweg geplant werden.“ 

Möglich sei auch eine abgespeckte Ausbauvariante der maroden Kreisstraße – vielleicht auch nur eine Deckensanierung. „Eine Entscheidung dazu wurde bisher nicht getroffen,“ teilte Frömel mit.

Der gesamte Ausbau der 1,6 Kilometer langen Strecke ist nach Angaben von Horst Sinemus von der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt, davon entfallen 200 000 auf den Radweg.

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