Stimmung im Bürgerhaus

Gute Laune und schwarzer Humor beim Kostümball in Hemfurth

Stimmung im Hexenkessel: Im Hemfurther Bürgerhaus brannten Gäste und Gastgeber ein närrisches Feuerwerk ab.

Hemfurth/Edersee. Der Kostümball des Karnevalsverein Rot-Weiß Hemfurth setzte einmal mehr ein stimmungsvolles Ausrufezeichen im Veranstaltungskalender der Region.

Prinz Michael II. und Prinzessin Teresa I. marschierten gemeinsam mit Elferrat und Tanzgarde durch den voll besetzten Saal und wurden von Moderator Alexander Siebert und dem begeisterten Gästen euphorisch begrüßt.

Das Prinzenpaar richtete einige Worte an sein Volk und zeigte eine schwungvolle Tanzeinlage. Der Hemfurther Karnevalsschlager sorgte traditionell für den gesanglichen Auftakt. 

Die Damen der Prinzengarde zeigten, dass Spaß und Professionalität bei den Rot-Weißen Narren für eine erfolgreiche Vereinsarbeit stehen.

Büttenrede: Der stumme Schrei

Mit einfallsreichen Choreografien und einer bunten Vielfalt an Kostümen begeisterten die verschiedenen Tanzgruppen und Garden des Vereins. 

„De Dänzer“ überraschten im Barbie-Stil, und die tänzerische Zeitreise der Blackouts ließ Elvis und Michael Jackson auferstehen. Erstmals präsentierten Kaya Eilert und Finja Fölsch ihren Auftritt als Doppelmariechen und ertanzten sich stürmischen Applaus. 

Den bekamen auch die vier großen-kleinen Spielplatzbesucher, die dank Heliumstimme und neunmalkluger Feststellungen so manche Geschlechterfrage lustig in Frage stellte.

 Vom „stummen Schrei nach Enkeln“ sang Doreen in ihrem Vortrag und rechnete musikalisch mit Mann und Schwiegermutter ab.

Erstmals stand „Matze“ in der Bütt und hatte als echtes Hemfurther Dorfkind seine ganz eigne Meinung zu Kneipensterben, Infrastruktur und Wirtschaftsförderung. 

Er träumte von Goldminen, vierspurigen Zufahrtsstraßen, einem Fußballstadion und Skitouristen zur Wintersaison. „Das Leben in Hemfurth endet nicht mit dem 800. Jahr, das Leben in Hemfurth ist wunderbar“ verkündete er unter Jubel der Gäste.

Tipps  aus Hemfurth für die Regierungsbildung Berlin

Dass so manches Leben endete, und vor allem wie es ausgehaucht wurde, das besangen die „Schwarzen Wittwen“ melancholisch. 

„Er ließ sich beim fremdgehen ertappen, da musst ich die Bremsleitung kappen“ erklärten sie ihr Witwendasein und ebneten mit Zyankali und Küchenmesser den Weg zur „neuen Männersuche“.

Von der Regierungssuche und der Hemfurther Hilfe für Berlin berichtete Moderator Alexander Siebert in seiner Büttenrede. 

Genau wie bei der schnellen Suche nach dem Prinzenpaar empfahl er hochprozentige Hilfe für die Regierungsbildung, und war sich am Ende doch sicher, dass es bei den Rot-Weißen Narren erfolgreicher war. „Bei dem was rauskommt fällt mir nichts andres ein, die müssen total besoffen gewesen sein.“

Das Ende des Programms läutete traditionell das Männerballett ein – diesmal in Schwarz und Weiß als Schachfiguren verkleidet.

Tanzrunden lockerten das bunte Programm auf, und DJ Nicky ließ mit seiner Musikauswahl das Partyvolk auch noch bis in den frühen Morgen ausgelassen feiern und tanzen. (tin)

So schön war´s beim Kostümball der Rot-Weißen Narren aus Hemfurth

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