Hemfurth und Edersee feiern ihre Fusion von vor 50 Jahren am Klausberg:

Jubiläumsmarsch für die Dörfer-Hochzeit Hemfurth-Edersee von 1968

Der Höringshäuser Feuerwehrmusikzug auf dem Weg zum Klausberg. Selbst in freier Natur fand sich später eine „Garderobe“ für die Instrumente (kleines Bild). Fotos: Degenhardt

Hemfurth-Edersee. Die Ederseeer kamen vom Vogelbrunnen mit der Blaskapelle Frankenau. Zur selben Zeit starteten die Hemfurther von der Ederbrücke aus mit dem Spielmannszug der Feuerwehr Höringhausen.

Auf halber Strecke trafen sich die vielen Gäste, um auf den Klausberg zu steigen und den 50. Jahrestag des Zusammenschlusses ihrer Dörfer zu feiern. Im Namen des Ortsbeirats und des Festausschusses begrüßte Ortsvorsteherin Heide Witte die Gäste, unter ihnen drei „Männer der ersten Stunde“: Willy Bremmer, Fridolin Simshäuser und Heinz Weinreich. Erich Bremmer konnte am Festzug nicht teilnehmen. „Wir hatten eine Kirche, eine Schule und auch die Vereinsarbeit wurde gemeinsam erledigt“, erzählte Willy Bremmer von den Beweggründen für einen Zusammenschluss . „Nach heftigen Diskussionen und Versammlungen auf neutralem Boden in Rehbach wissen wir heute, dass es die richtige Entscheidung war“, sagte Heide Witte.

Von einer „klugen und richtungsweisenden Entscheidung für die Großgemeinde Edertal“ sprach Werner Waid, Erster Beigeordneter. Beide Dörfer schlossen nach heftigen Eifersüchteleien die Ehe am 1. September 1968 und mit dem Bau des Bürgerhauses in Hemfurth sei die Ehe vollzogen worden, fügte Waid hinzu und überreichte ein Geldpräsent der Gemeinde. Als Festredner schlossen sich CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, SPD-Landtagskandidatin Jutta Kahler und Pfarrer Klemens Blum an, der dem Dorf für die weitere Entwicklung Gottes Segen wünschte.

Zwischen den Reden spielten Blaskapelle und Spielmannszug auf. Im Zelt lief ein Film über die Zeit der Eingemeindung. Zum geselligen Beisammensein spielten abends die „Lustigen Pfefferbeißer“ Volksmusik und Schlager. Für die Bewirtung sorgten die Kirmesburschen aus Kleinern, deren Team zur Hälfte aus Hemfurth-Ederseeern bestand. (sb)

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