Weil die Bestandsschutz-Regeln fallen und die Kosten für die Sanierung drastisch steigen würden, sagt der Bürgermeister:

Kein Spielraum für Umgestaltung im Anraffer Dorfgemeinschaftshaus

Nachbargebäude im Wartestand, dass sich endlich etwas tut: Blick vom Eingang des Anraffer DGHs auf das Feuerwehrgerätehaus mit Jugendraum. Foto: Schuldt

Anraff – Seit vielen Jahren warten die Anraffer, dass etwas geschieht mit ihrem Dorfgemeinschafts- und mit ihrem Feuerwehrgerätehaus. Im Haushalt 2019 sind 100 000 Euro für den Bau einer Fahrzeuggarage vorgesehen sowie 500 000 Euro für die so genannte energetische Sanierung des DGHs.

Die Feuerwehr braucht die Garage dringend, weil die bisherige zu klein ist für die Ausmaße heutiger Einsatzfahrzeuge.

Dirk Langhammer (SPD) lotete mit Nachfragen im Haupt- und Finanzausschuss aus, ob Änderungen am Raumkonzept und -angebot des DGHs möglich sind im Zuge der energetischen Sanierung. Er forderte, für Detailplanungen den Ortsbeirat einzubeziehen.

Bürgermeister Klaus Gier, Bauamtsleiter Alexander Paul und Langhammers Fraktionskollege, Architekt Markus Jungermann, verdeutlichten jedoch, dass praktisch kein Spielraum für Umgestaltungen besteht. Denn das DGH entspricht den stark angestiegenen Anforderungen an den Brandschutz nicht mehr. Es darf trotzdem weiter in der gewohnten Weise genutzt werden, weil es Bestandsschutz genießt. Dieser gilt nur, wenn architektonisch nichts verändert wird.

„Anderenfalls fallen wir mit dem Gebäude unter die neue Versammlungsstätten-Verordnung und müssen den Brandschutz komplett auf den aktuellen Stand bringen“, erklärte Paul.

Und Klaus Gier ergänzte aus seiner Sicht: „Dann können Sie vor die momentan angesetzten 500 000 Euro noch eine 1 setzen.“

Holger Blume von „Wir Edertaler“ wollte trotzdem von der Verwaltung prüfen lassen, ob kleinere Änderungen mit dem Bestandsschutz vereinbar wären. Doch allein vorsichtige Abwandlungen etwa des Eingangs oder das Verschmelzen von zwei Zimmern zu einem würden den Bestandsschutz bereits aufheben, schilderte Markus Jungermann. Langhammer betonte abschließend, wie wichtig dem Ort der Jugendraum im Feuerwehrhaus sei.

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