Probleme bei der Futtersuche

Kindersegen bei Familie Adebar: Drei Junge im Edertaler Storchennest

Am Ring zu erkennen: Das Weibchen der Edertaler Störche mit drei Jungen. Foto Hermann Sonderhüsken

Edertal-Giflitz. Im Storchenhorst an der Wese ist Nachwuchs geschlüpft. Inzwischen sind drei Junge auszumachen, deren Köpfe zuweilen über dem Rand des Storchennestes zu sehen sind.

Wie berichtet, ist das beringte Männchen am 22. Februar auf den Horst auf den alten EWF-Masten an der Wesemündung in Giflitz heimgekehrt. Nach Episoden mit zwei unberingten Weibchen ist das beringte Alt-Weibchen erst am 9. März eingeflogen, die erste Paarung erfolgte direkt. Die Brut begann am 27. März. Das Verhalten der Adebare zeigte an, wann das erste Junge schlüpfte: Ab dem 30. April hat der ankommende Storch Futter ausgewürgt, auch dabei lösen sich die Störche regelmäßig ab.

Die geschlüpften Storchküken sind nur wenig größer als Hühnerküken. Wie diese, nehmen sie die Nahrung vom Boden ihres Nestes auf, wie beispielsweise Käfer und Würmer. Die großen Brocken, etwa Mäuse und Schlangen, frisst der Altstorch.

Am 5. Mai war der Kopf des ersten Jungen kurz über dem immer höher gebauten Rand des Storchennestes zu sehen. Störche bauen ihr Nest immer weiter. Diesmal haben sie das Material dazu – Zweige und Heu – sehr leicht vom dem am 2. März gebauten Horstangebot auf dem zweiten alten EWF-Masten geholt.

Inzwischen sind drei Junge recht deutlich auszumachen. Sie werden schnell größer und werden seit dem 18. Mai sogar kurz allein gelassen. In diesem schlechten Mäusejahr – die Nager sind die Hauptnahrung der Edertaler Störche – haben die Altstörche offensichtlich Probleme, schnell ausreichend Beute zu finden.

Die Edertaler Störche sind zu einer echten Attraktion geworden. Viele Besucher wandern zum Horst, oft Eltern mit ihren Kindern und auch immer wieder Feriengäste. Sie können bald miterleben, wie die Jungen flügge werden.

Von Hermann Sonderhüsken

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