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Edertal: E-Ladesäulen werden kaum genutzt – noch

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Von: Matthias Schuldt

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Kaum genutzt: E-Ladesäule am Sperrmauerparkplatz.
Kaum genutzt: E-Ladesäule am Sperrmauerparkplatz. © Matthias Schuldt

Die Gemeinde selbst hält erst einmal die Füße still beim Einrichten neuer Elektro-Ladesäulen. Sie beobachtet aber den Nachfrageprozess aufmerksam angesichts der aktuellen Vorgänge in der Energieversorgung. Darauf verständigte sich der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Edertal - „Die Nachfrage an der Säule auf dem Sperrmauerparkplatz enttäuscht“, fasste Jörg Köhler (Freie Wähler) zusammen. Kaum jemand nutze das Angebot, hatte die EWF als Betreiberin der Gemeinde mitgeteilt. Da müsse man die 28 000 Euro Investition binnen der Abschreibungsfrist von zehn Jahren erst mal erwirtschaften, rechnete Sascha Wittekind (SPD) vor.

Rainer Pfeffermann (Grüne) verwies auf die existierenden Privat-Ladesäulen der Nationalparkverwaltung am Eingang zum Wildtierpark: „Vielleicht lässt sich da zusammen etwas schaffen.“

Frederik Westmeier (CDU) mahnte aus seiner beruflichen Erfahrung im Kfz-Handel heraus: „Abwarten ist okay – aber nicht zu lange.“ Die Energiekosten für ein Elektrofahrzeug lägen momentan um rund 60 Prozent niedriger als für einen Benziner oder Diesel. Deshalb werde ein Nachfrageschub bei E-Fahrzeugen wahrscheinlicher.

In Edertal hätten trotz der aktuellen niedrigen Zahlen vom Sperrmauerparkplatz voraussichtlich schwerpunktmäßig Gäste Interesse. Sie parken länger, so dass sich die Akkus ihrer Autos spürbar aufladen.

Noch interessanter – dann auch für Einheimische – seien leistungsstarke Schnellladesäulen, wie sie etwa Trigema in Mehlen aufgestellt habe.

Markus Jungermann (SPD) geht davon aus, dass sich rasch Private fänden, sobald die Nachfrage wirklich massiv anziehe. „Auch das EWF befindet sich in Lauerstellung“, ist er überzeugt. Allerdings gab er, wie Andere in der Diskussion auch, zu bedenken: „Wenn wir als Gemeinde schnell und umfassend reagieren, könnten wir das als Werbe-Argument für unseren Tourismus-Standort einsetzen.“  

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