Anbindung an Bahnradweg verbessern

Land gibt Geld für  Radweg zwischen Buhlen und Affoldern

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Die Kreisstraße 34: Von diesem Punkt an wird sie im Zuge ihres Ausbaus an der rechten Seite mit einem 700 Meter langen, 225 000 Euro teuren Fahrradweg hinunter nach Affoldern versehen.

Edertal – Der Landkreis baut von September bis in den Mai 2020 hinein die Kreisstraße 34 aus, teilt das Wirtschaftsministerium mit. 

Die 1,6 Kilometer lange Strecke führt von der B485 über den alten Buhlener Bahnhof nach Affoldern und damit am Süd-Ende des Edersee-Bahnradweges vorbei.

Begleitend zu diesem Projekt werden 700 Meter Radweg gebaut, geplant von der Gemeinde. Sie schließen an den asphaltierten Weg an, der vom Ende des Bahnradweges am Hochbehälter vorbei geradeaus zur Kreisstraße führt. Von diesem Kreuzungspunkt an wird neben der Kreisstraße der neue, 700 Meter lange Radweg hinunter nach Affoldern geführt. Auf ihm verläuft künftig auch der Fernradweg R6, der bislang durchs Feld führt.

Zuschüsse für Projekte bewilligt

Für beide Projekte hat das Land Zuschüsse bewilligt, gab das Wirtschaftsministerium am Donnerstag bekannt. Gemeinsam kosten die Vorhaben 2,023 Millionen Euro. 1,355 Millionen Euro gibt das Land dazu. Von den Gesamtkosten entfallen mehr als 225.000 Euro auf den Radweg. Davon übernimmt Hessen knapp 193.000 Euro. Den Rest für den 2,50 Meter breiten Radweg zahlt die Gemeinde.

Die Straße ist durch Frost über Jahrzehnte hinweg erheblich beschädigt. Sie hat sich an vielen Stellen gesetzt und der Verkehr Spurrillen in der Decke hinterlassen.

Geänderte Trasse ermöglichte Projekt

Der Ausbau sieht eine Breite von 5,60 Metern zuzüglich Banketten von mindestens einem Meter Breite vor. Zu enge Kurven würden verbreitert und damit entschärft. Abgeflachte Kuppen sollten künftig die Sicht für die Autofahrer verbessern, heißt es in der Presseerklärung des Ministeriums.

Der Bau des Radweges war in Frage gestellt, weil es Probleme gab, alle nötigen Flächen anzukaufen. Doch eine geänderte Trasse ermöglicht auch dieses Projekt nun, heißt es auf Anfrage aus der Gemeindeverwaltung. Der Radweg war wegen der damit verbundenen Kosten und aus einem anderen Grund umstritten. Radfahrern entgeht durch den neuen Verlauf des R6 an der Straße entlang künftig einer der schönsten touristischen Ausblicke ins Edertal und auf den Buhlener Viadukt.

Damit haben sich die Landwirte und ihre Mitstreiter durchgesetzt, die seit Langem gegen die bisher gültige Freigabe der Feldwege für den R6 argumentieren. Sie machen Sicherheitsbedenken geltend, weil es zu Unfällen zwischen Schleppern und Radlern kommen könnte.

Allerdings stellt auch der weitaus intensiver genutzte Ederauen-Radweg, etwa zwischen Wega und Wellen, zugleich Feldweg und Zufahrt zu Fischteichen dar. Trotz unübersichtlicher Ecken und hoher Geschwindigkeiten der Radfahrer sind von dort keine Unfälle zwischen Schleppern oder Autos und Radlern bekannt.

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