Finanzausschuss verweigert Bürgermeister Gefolgschaft bei drastischer Gebührenerhöhung

Lieber zweimal Aua als einmal richtig

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Die Edertaler Hochbehälter, wie der in Giflitz, müssen mit großem Aufwand saniert werden. Dieser Umstand und viele weitere Einflüsse führen zu großen Defiziten in den Haushalten von Wasser, Abwasser und Abfall. Die von Bürgermeister und Gemeindevorstand vorgeschlagene drastische Erhöhung für 2016 will der Finanzausschuss aber auf zwei Jahre aufteilen.

Was ist Ihnen lieber? Sich den kleinen Zeh einmal sehr heftig am Türrahmen zu stoßen oder zweimal hintereinander mäßig heftig?

Weh tut´s in beiden Fällen, und die Politiker im Finanzausschuss votieren in Sachen Gebührenerhöhungen mehrheitlich für die zweite Variante. Die Gemeindevertretung entscheidet demnächst über diesen Rat. Wasser, Abwasser, Abfall: Die Edertaler stehen vor drastischen Gebührenerhöhungen, weil alle drei Felder ein dickes Kassenminus aufweisen. Doch während Bürgermeister Klaus Gier und Gemeindevorstand für die große Erhöhung zum 1. Januar 2016 plädieren, um die Etats auszugleichen, bremst die Ausschussmehrheit. Sie empfiehlt dem Parlament, 2016 nur 60 Prozent des angedachten Aufschlages zu erheben. Die restlichen 40 Prozent sollen ab 1. Januar 2017 folgen. Der Bürgermeister sieht das vorgeschriebene Ziel, 2017 einen ausgeglichenen Gesamthaushalt vorzulegen, in Gefahr. Er verweist unter anderem auf anstehende hohe Investitionen in die Sanierung der Edertaler Hochbehälter. (su)

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