Am Osterwochenende nimmt die Flugsaison der Falknerei Edersee richtig Fahrt auf

Neu in der Greifenwarte des Wildtierparks Edersee: Falkner sein für einen Tag

Falknerin Jana Tiedt stieß Mitte des vorigen Jahres zum Team der Greifenwarte Edersee. Sie organisiert die neuen "Falknertage" für Besucher und präsentiert hier zwei 14 Tage alte Luggerfalken. Fotos: Schuldt

Hemfurth-Edersee. Wegen der anhaltenden Frostperiode sind die fliegenden Stars der Greifenwarte im Wildtierpark Edersee verspätet in die Saison 2018 gestartet. Nach den ersten Runden über dem Edersee geht es am Oster-Wochenende richtig los, wenn das Wetter stimmt.

Darauf hofft Falkner Ludger Kluthausen: „Sobald die Sonne herausschaut, wird es voll. Die Leute wollen nach draußen.“

Wüstenbussard, Steppenadler & Co

Sein Team verblüfft und begeistert das Publikum mit den unterschiedlichen Flugkünsten von Wüstenbussard, Kordilleren- und Steppenadler, Falken, Schwarzmilan oder Schleiereule. Der eine schießt pfeilschnell mit kurzen, kräftigen Flügelschlägen zwischen den Bäumen hervor, der andere segelt majestätisch mit weit ausgebreiteten Schwingen mit aufsteigender Warmluft gen Himmel.

„Freie Mitarbeiter“ fliegen auch schon

Die langjährigen „freien Mitarbeiter“ der Warte haben sich ebenfalls eingefunden: wilde Schwarz- und Rotmilane, die sich nach ihrer Rückkehr aus den südlichen Winterquartieren gerne von den Falknern während der Schau Futter zuwerfen lassen. „Unser Uhu, den die Zuschauer streicheln können, ist wieder mit von der Partie“, fügt Kluthausen hinzu.

Gänsegeierdame "Ernie" in Mutterschutz

Nur Gänsegeier „Ernie“ muss an Ostern noch passen. Ernie, trotz seines Namens eine Dame, weilt quasi im Mutterschutz. Sie hat sich mit „Documento“ verpaart, der seinen Namen der Kasseler Kunstausstellung verdankt, und vor wenigen Tagen ein Ei gelegt. Bevor sie wie gewohnt im Programm dicht über die Köpfe der Gäste streicht, muss sie sich im Trainingslager nach der Winterpause und dem Eierlegen fit für die Auftritte machen. Das Ausbrüten des Junggeiers, das 55 Tage dauert, übernimmt ein Brutkasten. Er hält eine Temperatur zwischen 37,3 und 37,5 Grad Celsius.

Das Schlüpfen hinter sich haben vier junge Luggerfalken. Zwei von ihnen bringen es auf ein Alter von 14 Tagen und sind wahrscheinlich ab dem Osterwochenende in einem der Käfige der Warte unter der Wärmelampe zu bestaunen.

„Nachts nehmen wir sie dann wieder mit zu uns nach Hause“, ergänzt Ludger Kluthausen. Dort warten die zwei noch jüngeren Luggerfalken, die erst vor wenigen Tagen die schützende Eihülle verlassen haben.

Die Greifenwarte erweitert zu all diesen Attraktionen ihr Angebot ab der neuen Saison, indem sie Gästen noch engeren Kontakt zu den Vögeln ermöglicht. Falknerin und Berufsjägerin Jana Tiedt, seit Mitte 2017 im Team, organisiert nach Anmeldung „Falknertage“ für alle Interessierten. Ein bis zwei Besucher arbeiten über mehrere Stunden unter Anleitung von Jana Tiedt selbst mit den faszinierenden Vögeln.

Anmeldung: 05623-2230, info@adler-wolfspark.de oder direkt an der Warte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare