Innenstaatssekretär Weinmeister übergibt Förderbescheid:

Domino-Day bei Feuerwehr am Edersee: Neue Vorschriften, neues Fahrzeug, neues Gerätehaus

+
Vorm neuen Feuerwehrgerätehaus, das möglichst vor Oktober eröffnet werden soll: Übergabe des Zuschuss-Bescheides fürs neue Fahrzeug (im HIntergrund das alte) durch Mark Weinmeister (vorne rechts) an Klaus Gier.

Hemfurth-Edersee – Innen-Staatssekretär Mark Weinmeister übergab am neuen Feuerwehrgerätehaus den Zuschuss-Bescheid für ein neues „Hilfeleistungs-Fahrzeug“  an Bürgermeister Klaus Gier.

Mit rund 113 000 Euro beteiligt sich das Land am 250 000 Euro teuren Auto. Angeschafft werden muss das größere Fahrzeug, weil es im Gegensatz zum jetzigen eine Seilwinde an Bord hat.

Vor zehn Jahren setzte das Land gesetzlich fest, dass an Bundeswasserstraßen wie dem Edersee binnen 20 Minuten für Notfälle eine solche maschinelle Winde zur Verfügung stehen muss. Die nächste findet sich in Sachsenhausen. Das Problem : Das alte Feuerwehrgerätehaus Hemfurth-Edersee war für das neue Auto viel zu klein. „Außerdem ist das Boot für die Wasserrettung im alten Gerätehaus nicht vorschriftsmäßig untergebracht“, erklärt Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam.

Die neuen Vorschriften vom Land bildeten den ersten fallenden Stein eines Feuerwehr-Dominos: Dieser stieß den Kauf des neuen Fahrzeugs an, das den Bau des Gerätehauses auslöste und im letzten Schritt die Übergabe des alten Hemfurther „HLF“ an die Einsatzabteilung Bergheim-Giflitz nach sich zieht. Allerdings dauert es, bis dieser letzte Stein fällt, denn das neue HLF 20 wird erst in 12 bis 18 Monaten geliefert.

Klaus Gier verwies auf steigende gesetzliche Standards, mit denen die Höhe der Zuschüsse vom Land für die Feuerwehren „nicht Schritt halten“. Er warb für „Augenmaß“ bei neuen Vorgaben, etwa wenn diese verlangen, dass sich in einem Gerätehaus Kräfte, die vom Einsatz zurückkehren und solche, die ausrücken, nicht mehr über den Weg laufen dürfen. „Trennung von Schwarz- und Weiß-Bereich“ heißt das im Fachjargon. Ist das in einem kleinen Dorf mit einem Dutzend Einsatzkräften nötig und sinnvoll oder entsteht so unnötiger Druck, Wehren zusammenzulegen?

Vorschriften ließen für solche Fälle Spielräume, meinte Weinmeister. Er war sich mit Gier und Rübsam einig, dass Feuerwehren mit Autos und Gerätehäusern in jedem Ort nötig sind. Selbst die 30 Köpfe starke Einsatzabteilung Hemfurth-Edersee mit Wehrführer Mirko Gerlach könnte die Hilfsfrist etwa für Bringhausen nicht halten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare