Offizielle Übergabe an die Brandschützer

Neues Feuerwehrgerätehaus Hemfurth-Edersee ist in Betrieb

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Funktional, in der Energieversorgung auf dem neuesten Stand: das neue Feuerwehrgerätehaus Hemfurth-Edersee.

Hemfurth-Edersee – Mehr als ein Jahrzehnt überlegt und geplant, rund 15 Monate gebaut:

Am Ortsrand von Edersee unterhalb des Besucherparkplatzes entstand für knapp 1,5 Millionen Euro das neue Gerätehaus für die Feuerwehr Hemfurth-Edersee. Am Samstag wurde der Neubau seiner Bestimmung übergeben.

Das „tolle und funktionale Gebäude“, wie es Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam beschrieb, bietet drei Einstellplätze für Fahrzeuge. Der zweigeschossige Gebäudetrakt umfasst ferner einen teilbaren Schulungsraum für Erwachsene und Jugendliche, Küche, Büro, Materialraum, Sanitäranlagen sowie Umkleideräume für Frauen und Männer.

Wehrführer Mirko Gerlach sprach von einem „funktionalen Haus, das den heutigen Anforderungen entspricht“. Er gab den zahlreichen Gästen einen kurzen Überblick über die Geschichte der 1934 gegründeten Wehren in Hemfurth und Edersee, die sich 1968 zusammenschlossen. 30 Männer und Frauen gehören der Einsatzabteilung an, für ihre Arbeit steht ihnen ein 1990 beschafftes Tanklöschfahrzeug zur Verfügung, das in einigen Monaten durch ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 ersetzt wird. Seit 2003 verfügt die Feuerwehr Hemfurth-Edersee ferner über ein eigenes Boot.

Bei der Übergabe des neuen Feuerwehrdomizils: (von links) Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Wehrführer Mirko Gerlach, Architekt Thorsten Zimmer, Ortsvorsteherin Heide Witte, Bürgermeister Klaus Gier und Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam. Sie nahmen „ein tolles und funktionales Gebäude“ in Betrieb, wie Rübsam betonte.

„Die heutige Einweihung ist ein Meilenstein in der Geschichte der Wehr“, meinte Bürgermeister Klaus Gier. Er verwies auf den langwierigen und schwierigen Prozess von den ersten Überlegungen und der Standortsuche bis zur Inbetriebnahme, die die Schlagkraft der Wehr deutlich verbessere.

Der touristische Hotspot mit viel Verkehr und Betrieb an der Mauer ist nach den Worten des Rathauschefs mit einer Reihe von besonderen Aufgaben verbunden – von erhöhten Hilfeleistungen bis zur Wasserrettung außerhalb der Wachsaison. Auch Themen wie etwa die E-Mobilität stellten die Wehr vor immer wieder neue Herausforderungen.

Klaus Gier würdigte die Arbeit der Feuerwehr mit ihren engagierten Mitstreitern, die sich frühzeitig auch um die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung bemüht habe. „Wir stellen dazu adäquates Material bereit“, meinte er. Die Gemeinde habe viel Geld in den Neubau investiert. „Das ist selbstverständlich und angemessen.“

„Unsere Kameraden erfüllen unentgeltlich eine Pflichtaufgabe. Dafür brauchen sie ordentliches Material und Unterkünfte“, erklärte Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam. Schnell sei seinerzeit klar gewesen, dass der alte Standort keine Zukunft mehr habe. Verschiedene Vorschläge standen zur Diskussion. „Hier wurde die beste Lösung gefunden.“

Sicht vom Sperrmauerparkplatz aus: So eine Lage haben nur wenige Feuerwehrgerätehäuser.

Wie sehr die Arbeit der Wehr geschätzt wird, zeigte ein Ehepaar aus Hemfurth-Edersee, das namentlich nicht genannt werden wollte. Es spendierte der Feuerwehr einen Defibrillator um Wert von rund 1300 Euro.

Respekt zollte auch Ortsvorsteherin Heide Witte den Männern und Frauen in der örtlichen Wehr, die das ganze Jahr rund um die Uhr in Bereitschaft seien. „Wir sind stolz auf diese Truppe“, sagte sie. Wie zuvor schon der Bürgermeister erinnerte sie an einen „besonderen Kämpfer“ für dieses Haus: den verstorbenen früheren Gemeindebrandinspektor Manfred Hankel. „Er wäre heute sehr stolz und glücklich.“

Architekt Thorsten Zimmer bezeichnete den Neubau als „zukunftsweisende Investition“. Hier sei ein Gebäude mit hohem Aufwand in der energetischen Versorgung entstanden: mit hervorragender Wärmedämmung und innovativer Heizungstechnik, die ohne fossile Energie auskomme, meinte er. Für 2020 sei zudem eine Fotovoltaikanlage geplant, die den gesamten Strombedarf des Neubaus decken wird.

Zu den Gratulanten bei der Einweihung zählten ferner CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz und Gemeindepfarrer Klemens Blum. (sch)

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