Aus der Pfalz

Lukas Bion wandert zu Fuß zum Nordkap - und macht Rast bei den Edertaler Störchen

Beeindruckende Wanderroute: Auf seinem Weg von der Pflanz zum Nordcap legte Lukas Bion eine Rast am Storchennest ein.

Giflitz – „Für mich erfüllt sich mit dieser Wanderung ein Lebenstraum“, sagt Lukas Bion. Auf einer nicht alltäglichen Reise legte er am Edertaler Storchennest eine Rast ein.

Der junge Mann wandert zum Nordcap – als Konsequenz aus einer vor etlichen Jahren mit einem Freund abgeschlossenen Wette: „Noch vor meinem 30. Geburtstag wollte ich die Aktion starten.“

Lukas Bion, Jahrgang 1991, stammt aus Vinningen, einem Dorf in Rheinland-Pfalz bei Pirmasens und nahe der französischen Grenze. Nach seinem abgeschlossenen Lehramtsstudium an der Uni Mainz mit den Fächern Sport und Mathematik zog es ihn „erstmal in die weite Welt“. Sein erstes Ziel war Neuseeland.

Dort kaufte er sich ein Fahrrad und erkundete damit die beiden Inseln. Für die Extremwanderung hat sich der sportliche Pfälzer einen Tages-Durchschnitt von etwa 30 Kilometern vorgenommen. Die rund 5000 Kilometer zum Nordcap will er damit in maximal fünf Monaten schaffen. „Danach ist es im hohen Norden einfach zu kalt

Vom Heimatort ging´s nach Mainz, während des Studiums auch Wohnort des Wanderers. Dann nutzte Bion meist den europäischen Fernwanderweg E1 über Hamburg nach Dänemark. Geplant ist, im dänischen Frederikshavn die Fähre nach Oslo zu nehmen. Ab Oslo auf dem Olavsweg –- das ist ein alter Pilgerweg – sollen ihn seine Füße nach Trondheim tragen. Von da weiter auf dem E1 bis zum Nordcap.

Übernachtet wird zumeist im Zelt, das past gut in den Rucksack. Der wiegt einschließlich vier Kilogramm für der Verpflegung etwa zwölf Kilogramm. Gelegentlich steuert der junge Wanderer Freunde zwecks Übernachunt an, seltener eine Pension.

„In Norwegen gibt es gute Möglichkeiten: Wandererhütten“, erzählt er. Die Kosten der gesamten Reise einschließlich der Rückfahrt mit Bahn, Bus und eventuell Anhalter, schätzt der sportliche Wanderer auf etwa 2500 Euro für die fünf Monate.

„Das ist meine bisher größte Herausforderung. Es soll ein kleiner Beitrag sein, um auf UNICEF und deren Engagement für notleidende Kinder aufmerksam zu machen.“  -sdh-

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